<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-5924944343421059110</id><updated>2011-04-21T20:28:34.484-07:00</updated><category term='Baumhaus'/><category term='Ytong'/><category term='Feng Shui'/><category term='SM'/><category term='Vorspritzer'/><category term='Schnitzelsemmel'/><category term='Pokerrunde'/><category term='Rottweiler'/><category term='Playstation'/><category term='Selbstbestimmung'/><category term='Waffenhändler'/><category term='Virginia Woolf'/><category term='Charlie Sheen'/><category term='Hillary'/><category term='Star Trek'/><category term='Patchwork'/><category term='Dackel'/><category term='Mauer'/><category term='Teenager'/><category term='Meinhof'/><category term='Scheidung'/><title type='text'>Building a wall</title><subtitle type='html'></subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://babivo.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5924944343421059110/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://babivo.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>babivo</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08465226990690676978</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SMgqM9SOVgI/AAAAAAAAAA8/t2OIspphtGQ/S220/Foto+469.jpg'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>22</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5924944343421059110.post-2806515543816343903</id><published>2008-10-28T12:51:00.001-07:00</published><updated>2008-10-28T14:18:44.333-07:00</updated><title type='text'>Zurück in die Zukunft</title><content type='html'>&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SQeBWhts7XI/AAAAAAAAAGE/Q_JmbYAFhmU/s1600-h/Mutter+mit+Mutterkreuz+um+1940+.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: undefinedpx; height: undefinedpx;" src="http://4.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SQeBWhts7XI/AAAAAAAAAGE/Q_JmbYAFhmU/s320/Mutter+mit+Mutterkreuz+um+1940+.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5262316913612877170" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Viel ist in der letzten Woche passiert und man weiß gar nicht mehr, wohin man zuerst erbrechen möchte. &lt;br /&gt;In den USA wird mit viel Pech eine irre Hockey-Mum mit dem Cosmopoliten-faktor eines iranischen Mullahs die neue Präsidentin (mal ehrlich, diese Gesichtsfarbe und der alte Gummihandschuh, der Augen und Mund mühsam zusammenhält...McCain ist ein Cyborg, der irgendwann in seine Bestandteile zerfallen wird und dann hamma des Gscher.)&lt;br /&gt;Die Finanzkrise hat Island vernichtet und alle Welt fragt sich, wo Björk eigentlich steckt, wenn man sie mal braucht?! Kann sie die Insel nicht mit ihrem Taschengeld einfach aufkaufen? Von wegen all is full of love...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Österreich findet die Noch-Innenministerin nix dabei, wenn einer vom Burschenschafter-Pöbel 3. Nationalratspräsident einer Nation wird, die er eigentlich ablehnt. Besonders genial ihre heutige Aussage während der Debatte, dass ja nicht Graf derjenige sei, der Holocaustleugner einladen und abfeiern würde, nein, es sei lediglich der Verein und er sei eben Mitglied. Pah, dieser widerliche Verein! Ich sehe Graf direkt vor mir wie er während Irvings Vortrag seine Ohren zuhält und verzweifelt laut ein Lied singt, um ihm nicht zuhören zu müssen. Wenn man Fekters Theorie auf andere "Vereine" umlegen würde, bräuchten wir auch kein Verbotsgesetz mehr, gegen das der Martin Graf ja immer schon gewettert hat. Nicht die Nazis waren die bösen, nein, dieser schreckliche Verein, dem sie angehörten, puh, der war das wahre Schwein. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja, es geht rückwärts in diesem Land, mit Turbo Boost, wie Michael Knight sagen würde. Nur ohne seine coole Ray-Ban und Lederjacke. Höchstens das Hasselhoffsche Alkoholproblem haben wir mit ihm gemein. &lt;br /&gt;Wie gesagt, viel passiert und am besten sind solche Veränderungen ja immer greifbar, wenn sie das eigene Leben betreffen. Zu diesem Zwecke hat der Allwissende uns wahrscheinlich Nachbarn beschert. Sie geben dem Gesicht und Namen, was man bisher nur aus Geschichtsbüchern oder aufgeregten Standard-Foren kennt. Unsere Nachbarn sind da ein besonders schönes, weil so besonders widerliches Beispiel für den neuen alten Wind, der durch unser Land weht. Die Hausverwaltung schickt uns letzte Woche einen Brief, in dem sie uns mitteilt, dass sich einige Mieter über uns beschwert hätten, weil wir durch "ständige" Lärmbelästigungen auffallen würde, "ständige" Bauarbeiten vornehmen (angeblich würden wir Wände rausreißen, hätten die Nachbarn beobachtet) und das würde wiederum "ständige" Lärmbelästigung verursachen. Auf unseren Anruf hin, wollte sich die "Dame" der Hausverwaltung weder darüber äußern, wer sich denn über uns beschwert hätte noch warum. Auf jede Frage war ihre Standard-Antwort: Kein Kommentar, schreiben Sie eine Stellungnahme. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das schöne an der Sache ist, wir hatten bis zu diesem Brief keine Ahnung davon, dass unsere bloße Existenz bei anderen einen nicht unerheblichen Leidensdruck auslöst. Niemand hat uns jemals angesprochen, angeläutet, angerufen. Wir wussten nichts von unserem Rowdy-Dasein. Nachdem die Verwaltung die Beschwerdeführer anonym halten wollte, packte uns die Wut und wir machten uns im Haus auf die Suche nach dem- oder derjenigen. Unser Hausmeisterin, die verlässlich über das Tagesoutfit jedes Mieters Bescheid weiß, konnte uns auch hier weiterhelfen. Es handle sich um eine Dame der Nachbarstiege, deren Zimmer an unsere Wohnung grenzen und die sich schon seit Monaten permanent bei jedem, der es wissen will, über uns beschwert. Besagte Nachbarin haben wir in unserem Leben und der meine in 17 Jahren in diesem Haus noch nie gesehen. Als er sie mit ihren Vorwürfen konfrontierte, kamen erstaunliche Dinge zu Tage. Das Schlafzimmer ihrer 120m2 Wohnung befindet sich direkt neben der Küche und sie hört alles: unseren Geschirrspüler, unsere Gespräche in der Küche, wenn wir Geschirr in die Küche oder hinaus tragen, wenn wir kochen. Alles. Und sie kann.so.nicht.mehr.leben. Sie ist alleinstehend, ihr Mann hat sie verlassen und sie hat ja keine Chance gegen uns, deshalb hat sie uns nie angesprochen. Sie hatte einfach sooolche Angst. Außerdem wollte sie nicht mehr abends in ihren Mantel schlüpfen und die 5 Meter von einer Tür zur anderen gehen, weil es so kalt und finster draußen wäre. Sie hätte ein schlimmes Leben, immer um 5 Uhr aufstehen und müsste früh zu Bett und sie würde uns wirklich bitten, auch wenn sie rechtlich keine Chance hätte, weil danach hat sie sich schon bei allen Stellen erkundigt, ab 22.30 Uhr unsere Küche zu meiden. Der meine kam schwindlig wieder zurück nach Hause, weil ihm wahrscheinlich so viel Feigheit gepaart mit so viel Unverschämtheit noch nie untergekommen ist. Und wenn man seine Ex-FreundINNEN kennt, ist das eine wirkliche, wirkliche Leistung!!! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die anderen Mieter konnten wir nicht ausmachen. Wir haben einen Brief ins Stiegenhaus gehängt, auf dem wir darum gebeten haben, der- oder diejenige sollten sich doch bei uns melden. Aber - welch Überraschung - niemand kam. Dann ist mit uns die Wut durchgegangen. Die Telefone bei Schlichtungsstelle und Mietervereinigung glühten und ausgestattet mit allgemeiner Empörung über den Sachverhalt und den Tonfall der Hausverwaltung schreiben wir nun einen wütenden Brief zurück, ein leidenschaftliches Manifest gegen die Denunziation! Weil was soll das alles bitte??!! Die Verwaltung äußert Mutmaßungen, jeder zweite Satz enthält eine Drohung, dass wir sonst raus müssen wegen ein paar Nachbarn, die es nicht mal wagen, uns ihr Leid ins Gesicht zu sagen, sondern Tag und Nacht lauschen, und beobachten, um sich dann zu beschweren, aber nicht mal die Eier dabei haben, ihren Namen anzugeben. Überflüssig zu sagen, dass wir weit  und breit die Jüngsten im Haus sind. So nicht, liebe Denunzianten, so nicht! Der fesche H.C. mag samt seiner Bande und einem seit seinem Tod mehr denn je verhaiderten Land suggerieren, dass es total okay ist, jemanden anzuzeigen, weil man ihn einfach los werden will. Dass wir wieder dort angelangt sind, wo das noch belohnt wird. Aber nicht mit uns! Irgendwann, bald hoffentlich, geht ihr alle den Weg allen Fleischlichen und bis dahin...wird wie wir jetzt an unsere Tür schreiben wollen, wird bis 22 Uhr zurückgeschossen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5924944343421059110-2806515543816343903?l=babivo.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://babivo.blogspot.com/feeds/2806515543816343903/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5924944343421059110&amp;postID=2806515543816343903' title='6 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5924944343421059110/posts/default/2806515543816343903'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5924944343421059110/posts/default/2806515543816343903'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://babivo.blogspot.com/2008/10/zurck-in-die-zukunft.html' title='Zurück in die Zukunft'/><author><name>babivo</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08465226990690676978</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SMgqM9SOVgI/AAAAAAAAAA8/t2OIspphtGQ/S220/Foto+469.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SQeBWhts7XI/AAAAAAAAAGE/Q_JmbYAFhmU/s72-c/Mutter+mit+Mutterkreuz+um+1940+.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>6</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5924944343421059110.post-2890225833919687199</id><published>2008-10-12T11:36:00.000-07:00</published><updated>2008-11-11T01:45:32.635-08:00</updated><title type='text'>Kärnten und seine Sonne</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SPJSs02Bv7I/AAAAAAAAAFc/i9_hgmGwMNQ/s1600-h/TM_7676_Joerg-Haider-1996.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://1.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SPJSs02Bv7I/AAAAAAAAAFc/i9_hgmGwMNQ/s320/TM_7676_Joerg-Haider-1996.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5256354645147762610" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Gestern am späten Morgen. Internetsüchtling, der ich bin, gilt mein erster Blick in der Früh nach dem Aufwachen meinem Macbook, das praktisch als Hundeersatz stets neben mir schlummert. Wieviel Grad hat es wohl draußen und wie ist das heutige Biowetter? Eine jahrzehntelange Tradition, die ich mir schon als Schülerin angewöhnt habe. Damals im Dachgeschoss im Haus meiner Eltern in Klagenfurt noch via Teletext. Zwei Fragen, deren Antwort mir Auskunft darüber gab, ob sich das Aufstehen überhaupt lohnt. Gestern stand beim Wienwetter plötzlich: Häupl zum Tod Haiders. Ich dachte zuerst an einen Scherz, an eine Namensgleichheit oder sowas. Dann schaute ich auf die Hauptseite des ORF und tatsächlich - Jörg Haider war nicht mehr. Der meine, total verschlafen wie immer, setzte sich mit wirrem Haar auf und murmelte erschrocken den Satz, der mir auch sofort durch den Kopf ging: "Arg, wie oft hat man sich das gewünscht?!". &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht fühlten wir uns deshalb in den ersten Minuten, in denen wir lasen und auf die Pressekonferenz aus Klagenfurt warteten, so seltsam. Jeder von uns kennt die Schuldgefühle, die einen überkommen, wenn schlechte Wünsche, die man hegt (und wer hätte die nicht?!) plötzlich in Erfüllung gehen. Wenn die unbeliebte Deutschlehrerin plötzlich eine schwere Lungenentzündung hat, der sexistische Fahrlehrer eine Lebensmittelvergiftung oder Jörg Haider einen Autounfall. Man wird wieder Kind und vermutet irgendwo eine Mitschuld am Leid des anderen, eine unheimliche Kraft der eigenen Wünsche wie im Märchen. Vielleicht sind deshalb so viele österreichische Politiker plötzlich so schnell und ausdrucksstark in ihrer Betroffenheit. Auch von Seiten, von denen man es zuletzt vermuten würde, hagelt es Kondolenzwünsche und Beteuerungen, was für ein großer Mann von uns gegangen ist. Österreich und der Tod. &lt;br /&gt;A neverending Lovestory. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe Jörg Haider nie gemocht. Er stand für alles negative, was ich an Kärnten seit meiner frühesten Jugend gehasst habe und noch hasse. Für Engstirnigkeit, Borniertheit und für den Selbsthass. Meine Grossmutter war Kärntner Slowenin, auch wenn sie sich nie als solche deklariert hat. Mein Vater spricht fließend Slowenisch, auch wenn er uns Kinder nie beigebracht hat. Mit diesem Stammbaum stehe ich bei weitem nicht allein da. Ich habe nie verstanden, warum in einem Land, in dem die Hälfte Kukuvic und Wukovic heißt, solche Emotionen geweckt werden können, wenn es darum geht, einen Ortsnamen in zwei verschiedenen Sprachen auf eine Tafel zu drucken. Die Mär von den uns überfallenden Slowenen, die sich Kärnten wieder unter den Nagel reißen wollen wie anno 1920 hab ich schon seinerzeit in Diskussionen mit unserem Schulwart zu bekämpfen versucht. Sinnlos. Es ist so, als ob sich die Kärntner mit Gewalt einen Teil von sich selbst abschneiden wollten. Und bei diesem brutalen Akt darf jeder behilflich sein, der sich anbiedert. Auch wenn er aus Oberösterreich kommt und sein Kärntnerisch auswendig gelernt und wenig authentisch wirkt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Kärntner lieben ihr Land. Das ist grundsätzlich verständlich. Auch ich vermisse den Wörthersee in regelmässigen Abständen jeden Sommer in Wien. Auch mir fehlen manchmal die menschenleeren Berge und Täler, das Essen und die Herzlichkeit. Und dass diese groß ist, dass es sich dabei um eine geradezu rührende Naivität handelt, um eine unzeitgemässe Offenheit, ist unbestritten. Die Kärntner sind ein stolzes, sentimentales Völkchen. Eines, das sich wirtschaftlich nicht selten als Verlierer fühlte in den letzten Jahren. Eines, das nach Anerkennung gierte und das man sehr leicht für sich gewinnen kann, wenn man auf die Liebe zum eigenen Land zielte. Haider hat das erkannt und für sich genutzt. In Ermangelung anderer Alternativen - und mal ehrlich, man hatte gerade in den letzten Jahren ja regelrecht das Gefühl, dass die anderen Parteien absichtlich keinen adäquaten Gegenkandidaten aufstellten - zog das. Dass die Kärntner alle Nazis sind und deshalb den Haider wählen, das war mir als Erklärung immer zu einfach und zu billig. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe 19 Jahre in Klagenfurt verbracht, ich habe am dortigen Stadttheater gearbeitet und hatte dort enge Freunde und diese innnige, wahnsinnige Liebe zum Land ist mir immer aufgefallen und vielleicht bis heute fremd geblieben, aber Nazis? Alle? Über 40%? Das wäre mir doch aufgefallen. Das hätten mir auch nach meinem Wegzug vor über 10 Jahren meine Geschwister, die noch immer dort leben, erzählt. In Kärnten wählte man hauptsächlich Haider, weil man damit sagte, dass man das eigene Land liebt. Und natürlich gleichzeitig, dass man einen Teil von sich selbst hasst. Ich behaupte, Kärnten ist Jörg Haider am Arsch vorbei gegangen. Immer schon. Er hätte es sofort verlassen, wenn er in Wien eine reele Chance gehabt hätte, ein Regierungsamt zu bekleiden. Aber bis dahin fand er dort all das, was er für seinen Narzissmus benötigte: eine Bühne mit einem dankbaren, leicht zu manipulierenden Publikum. Einen Haufen Menschen, die derart emotional sind, dass ihnen ein hand-shake mehr bedeutete, als konkrete Massnahmen gegen die Arbeitslosigkeit ihrer Verwandten. Er hat sich den Trachtenjanker angezogen, ein wenig Dialekt gelernt und sich als das präsentiert, was ihm am meisten Stimmen einbrachte. Er hätte dasselbe in jedem beliebigen Bundesland tun können, nur dass keines so einfach zu erobern war. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Haiders Kärnten war auch ein Land der Arbeitslosigkeit, ein Land der Events, wo Beachvolleyballmeisterschaften finanziert wurden, aber Kellertheater geschlossen. Wo man unendlich viel Geld in Wörtherseerallys steckte, aber auf der Uni an allen Ecken und Enden gespart wurde. Wo der rot-schwarze Proporz sehr bald durch einen rein blauen und später rein orangen ersetzt wurde. Wo es noch immer für etliche Uniabsolventen keinerlei Chance auf einen Arbeitsplatz gibt und deshalb Scharen an Studenten dort leben bleiben, wo sie studiert haben: in Graz, Salzburg und Wien. Haiders Kärnten war ein Ort, an dem Kriegsrecht exekutiert wurde: wer nicht für ihn war, war gegen ihn. Und bekam das auch zu spüren. Das betraf vor allem die Intellektuellen im Lande, die Wissenschafter, die Künstler. Haider betrieb das Prinzip der Ausgrenzung, der Diffamierung, der Verleumdung des Feindes mit einer derartigen Konsequenz, dass es mir schwer fällt, nach seinem Tod zwischen dem Menschen Jörg Haider um den es schade ist wie es um jeden Verstorbenen schade ist und dem Politiker, der Ausgrenzung und Hetze in Österreichs Politik etablierte, zu differenzieren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich frage mich, wieviele tausend Menschen den "sozialen" Tod fanden dank seiner Politik. Wieviele offen beschimpft und aus ihren Positionen vertrieben wurden, weil es plötzlich durch ihn salonfähig geworden war, offen Aggression und Hass für alles, was anders war als der Sonntagsstammtisch, zu zeigen, zu artikulieren, im Zweifelsfall auch durch Gewalt zu exekutieren. Ich habe den Politiker Jörg Haider als Schülerin gehasst. Weil ich mich gut daran erinnern kann, wie Teile meiner Mitschüler und ich muss nicht dazu sagen, dass es sich dabei nicht gerade um die selbstbewusstesten handelte, am Neuen Platz standen und mit ihren blauen Schals wedelten. Wie sie in der Rauchpause darüber diskutierten, dass die "Ausländer" weg gehörten, weil sie auf ihren Balkonen in Klagenfurt Schafe schlachten würden und das Blut in den Hof tropfen ließen. Solche Schauermärchen waren natürlich Legende und genau diese Legenden fütterte Haider mit seiner Politik der Hetze. Haider war nicht gut für Kärnten, weil er seinem Ruf im In- und Ausland nachhaltig geschädigt hat. Weil er es als Bühne missbraucht hat und sein williges Publikum dadurch stigmatisierte. Weil er nicht für ein Miteinander eintrat, sondern das Misstrauen, das Vernadern bestärkt hat, ja geradezu dazu aufgerufen hat. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Kärntner, die nun Lichter bei der Landesregierung entzünden und davon sprechen, dass einer der ihren gegangen ist, haben ehrlich mein Mitgefühl. Weil sie bis heute nicht verstanden haben, dass sein Handschlag nichts Authentisches hatte, dass seine Worte nicht persönlich gemeint waren, sondern dass sie nur als Mittel zum Zweck gedient haben und der hieß von Anfang an: Jörg Haider. Als die FPÖ in der Regierung saß und ich mir die Füsse wund latschte beim vielen Demonstrieren, hat Haider jede Konstruktivität torpediert. Er tat alles, um zu stören und zu zerstören. Weil es seine Eitelkeit nicht ertrug, dass er nicht Teil der Entscheidungen in Wien war und dass seine persönliche Beliebtheit unter der Regierungspolitik litt. Er war nie für etwas, sondern immer dagegen. Seine Politik hatte wenig positive Messages zu bieten, sondern lebte von den Feindbildern, von den Anderen, die an allem schuld waren: die Ausländer, die EU, die Politiker in Wien, die Slowenen. Er propagierte das Austreten aus der Eigenverantwortung und fand in den Kärntnern, die einen Teil von sich selbst hassten und nicht wahrhaben wollten, willige Wähler. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist Zeit, dass Kärnten endlich wieder Eigenverantwortung lernt. Es ist Zeit, dass es begreift, dass es keinen Führer, keinen Landesvater, braucht, der ihnen ihre Entscheidungen abnimmt und für Brot und Spiele bzw. Billigbenzin und Events sorgt, während die Intelligenz abwandert und die Situation am Arbeitsmarkt sich sukzessive verschlechtert. Es ist Zeit, dass die Kärntner die Vielfältigkeit ihrer Wurzeln als Reichtum begreifen und nicht in einer dumpfen Deutschtümmelei versinken, die im 21.Jahrhundert zurecht keinen Platz mehr hat. Man braucht bessere Schulen und besser ausgebildete Lehrer, eine Kultur der freien Meinung, eine Offenheit Europa gegenüber. Keine braunen Anzüge und Oktoberaufmärsche. Wenn sie Kärnten lieben, sollen sie sich um ihr Land bemühen und nicht darauf warten, dass der nächste dumpfe Populist mit einfachen Lösungen kommt, die wahre Probleme verschleiern. Haider ist tot und ich bin befremdet von all den wohlwollenden, herzlichen Kommentaren, die ich in diversen Tageszeitungen lese. Ich denke, niemand hat es verdient, in einem Autounfall zu sterben. Es ist kein schöner Tod. Er hat irgendwie zu seinem Leben gepasst, zu schnell, gegen jede Regel, selbstzertörerisch. Aber es ist kein großer Mann von uns gegangen. Ein großer Populist, ja. Ein großer Hetzer, ja. Ein Schauspieler, ein Narzisst, ein Wiederbetätiger, ja. Aber wenn deshalb - wie der designierte Landeshauptmann von Kärnten sagte - die Sonne in Kärntner vom Himmel gefallen ist, dann wird es wohl wirklich dunkel in diesem Land.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5924944343421059110-2890225833919687199?l=babivo.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://babivo.blogspot.com/feeds/2890225833919687199/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5924944343421059110&amp;postID=2890225833919687199' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5924944343421059110/posts/default/2890225833919687199'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5924944343421059110/posts/default/2890225833919687199'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://babivo.blogspot.com/2008/10/krnten-und-seine-sonne.html' title='Kärnten und seine Sonne'/><author><name>babivo</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08465226990690676978</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SMgqM9SOVgI/AAAAAAAAAA8/t2OIspphtGQ/S220/Foto+469.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SPJSs02Bv7I/AAAAAAAAAFc/i9_hgmGwMNQ/s72-c/TM_7676_Joerg-Haider-1996.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5924944343421059110.post-482729870773628541</id><published>2008-10-08T13:29:00.000-07:00</published><updated>2008-11-11T01:49:24.797-08:00</updated><title type='text'>let go, please baby, let go!</title><content type='html'>&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SO0k5IrAKEI/AAAAAAAAAFU/tjzKJmCf-xU/s1600-h/20080524235635_cast+away.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://4.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SO0k5IrAKEI/AAAAAAAAAFU/tjzKJmCf-xU/s320/20080524235635_cast+away.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5254896904210229314" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Der meine hat sich gestern Abend vor mir aufgebaut mit dieser bedeutenden Miene, die ich höchst selten bei ihm zu sehen bekomme, weil meist etwas außergewöhnlich Ernstes folgt. Und mit dem außergewöhnlich Ernsten hat es mein kleiner Peter Pan nicht so. Ich hab mich schon darauf gefasst gemacht, dass auch sein Kontorahmen jetzt derartig überzogen ist, dass selbst der Hofer nicht mehr drin ist. Ist er, aber das wars nicht. Er hat sich geräuspert (nie ein gutes Zeichen) und verkündet: "Ich habe für mich jetzt abgewogen, ob es wichtiger ist, dass die Mauer gebaut ist oder dass ich sie selbst, allein und ohne Hilfe gebaut hab." Und er ist zu dem Entschluss  gekommen, dass ersteres für unseren Seelenfrieden und sein Herz das Wesentlichere ist. Das ist ihm nicht leicht gefallen, weil niemand räumt gerne ein, Hilfe zu brauchen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir machen alles so weit es geht allein, weil der Zusatz "das hab ich allein geschafft" immer noch etwas Heroisches hat, einen Hauch totaler und absoluter Unabhängigkeit, der uns absetzt von der Masse, der gleichsam sagt: Ich brauche niemanden. &lt;br /&gt;Diese Aussagen haben in allen denkbaren Zusammenhängen immer eine magische Note, dem die kollektive Bewunderung so sicher folgt wie die Narben dem selbst ausgedrückten Pickel. Mit ziemlicher Sicherheit fängt dieser Unsinn vom Einsiedlermythos schon wie alle verzichtbaren Dinge in der Kindheit an. Die Eltern loben einen, wenn man das erste Mal allein auf den Topf gegangen ist. Die Kindergärtnerin, wenn man seine Schuhe selbst zubinden kann, die Volksschullehrerin, wenn man ohne ihre Souffleusen-Dienste die ersten Sätze flüssig lesen kann. (Etwas, gegen das ich mich persönlich äußerst lange gewehrt hab. Ich konnte mit 8 noch keine zwei aufeinanderfolgenden Worte lesen und hab den Kontext dann einfach erfunden. Was meine Kreativität vielleicht geschult hat, aber meine Lehrerin nicht nur einmal zur Erwähnung der Sonderschule inspirierte.) Dieser Trend zieht sich bis ins Alter und erfährt gerade jetzt eine Konjunktur, von der Willi Molterer nur träumen kann. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Ich-AGs schießen aus dem Boden, die Einzelkämpfer werden sportlich von jeher mehr bewundert als Teamspieler, die narzisstischen Persönlichkeitsstörungen sind in ihrem massenhaften Auftreten wirklich schon fast fad. Alle Technik-Tools und Features sind nur noch darauf konzipiert, größtmögliche Individualität zu suggerieren. Facebook und Myspace lassen einem Raum, das einzig anbetungswürdige im Leben abzufeiern, nämlich das Ich. Und das Ich ist nur dann super, wenn es zur Selbstverwirklichung, zur Selbstdarstellung, zur Selbstbestätigung beweisen kann, dass es souverän, autonom agieren kann. Ich denke mir oft, denn ich komme jetzt in dieses Alter, wo die Hormone bei jedem Kleinkind, das an mir vorbei geschoben wird (und im Zweiten sind das viiiele), schreien: haben wollen!, dass dieser radikale Individualismus auch mit daran schuld ist, dass man Menschen mit Kindern so kritisch beäugt. So als ob sie sich freiwillig eine unheilbare Krankheit zugelegt hätten. Weil man es wohl ganz ehrlich absurd findet, dass jemand seine Unabhängigkeit freiwillig aufgegeben hat. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Viele meiner FreundInnen und Bekannte - und ich will mich da gar nicht ausschließen - haben in Bezug auf Kinder die größte Panik bei dem Gedanken, dass sie nie mehr allein sein können. Dass das mit der Abgrenzung, aber auch mit dem Abfeiern von sich selbst nicht mehr so einfach geht, wenn da ein 3-Monate altes Würstchen liegt und brüllt. Man kann ja schlecht zur Wiege gehen, das Baby fixieren und ihm erklären, dass man jetzt etwas Zeit für sich braucht und deshalb die nächsten zwei Stunden nicht gestört werden wolle. Wenn ich mir da die Geschichten von meinem Bruder und seinem Nachwuchs anhöre, pfeifen sie da aber ordentlich drauf. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warum hält sich dieses Ich-bin-eine-Insel Ideal bloß so hartnäckig? Warum zählt es eigentlich immer mehr, wenn man beweisen kann, dass man keine Hilfe benötigt - aber auch bei wirklich gar nix? Unlängst erzählt ein Bekannter von mir, dass er jetzt eine Freundin hat. Eine Fernbeziehung. Sie sehen sich nur jedes zweites Wochenende für 3 bis 4 Tage. Und sie hatte vorübergehend keine Wohnung in Wien. Deshalb hat sie die 4 Tage bei ihm gewohnt, in seiner 70m2 Wohnung. Und er hat geseufzt und gemeint, schon am zweiten Tag hätte er sie nicht mehr ausgehalten. Nicht, weil sie ihn als Mensch genervt hätte, sondern allein die Tatsache, dass da jemand bei ihm in der Wohnung war, hat er nicht ertragen. Das wirklich strange an dieser Geschichte war nicht die Sache selbst, sondern die Reaktion am Tisch. Jeder meiner Bekannten hat zustimmend genickt und Verständnis gezeigt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Woher kommt diese Alleinseinwollen-Manie, frage ich mich Stunden danach? Und, steht sie in direktem Zusammenhang mit der Tatsache, dass mein Freund den gestrigen Tag damit verbringen musste, einen aussichtslosen Zweikampf mit dem Verputz zu führen, bis er endlich zerknirscht eingesehen hat, dass er vielleicht doch nur ein klein wenig professionelle Hilfe braucht? Ist dieses Verhalten nicht auch eine Metapher für unsere hyperneurotischen Psychen, die erst dann von einem Therapeuten aufgerichtet werden dürfen, wenn wir uns nach jahrelangem selbstquälerischen Aktionen durch den unerträglichen Leidensdruck dazu entschließen, "aufzugeben"? Hat nicht jeder meiner FreundInnen und Bekannten, der vernünftigerweise die Hilfe von Tabletten in Anspruch nimmt, immer auch das Gefühl "verloren" zu haben, es eben nicht "allein geschafft" zu haben? Absurd in einer Zeit, in der es absolut gesellschaftsfähig ist, seine operierten Schlauchboote von Lippen öffentlich ablichten zu lassen und unsere Söhne schon derartig von Silikontitten geprägt sein werden, dass sie bei natürlich gewachsenen, der Schwerkraft gehorchenden Brüsten verwirrt zurück schrecken werden?! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich weiß nicht, woher dieser Wahnsinn kommt. Vielleicht ist es die Rache der Kinder der Hippies für ihr "Let's come together", ihren Kollektiv-Terror, der uns Rudelbumsen als wertvolle Ideologie, als gesellschaftlichen Paradigmenwechsel verkaufen will. Wir wollen intensive Beziehungen, leidenschaftliche Liebe, den Seelenverwandten finden und haben Verschmelzungsfanatsien ohne Ende, aber wenn uns jemand zu nahe kommt, dann bricht sofort das Ende der Gemütlichkeit an. Dann heißts rennen, so schnell uns unsere Adidas tragen. &lt;br /&gt;Ich bin froh, dass der meine seine Nähe-Distanz-Regulation zumindest was den Mauerbau betrifft, neu eingestellt hat. Richtig stolz bin ich auf ihn. Die Mauer wird nicht weniger wert, weil ein oder zwei Handwerker den Verputz erledigt haben. Unsere Zimmer nicht weniger gemütlicher, die daraus entstehende neue Wohnung nicht weniger ein positiver Neuanfang. Seine Arbeit nicht weniger wertvoll und cool. Wir sind doch eh alle allein von der Geburt bis zum Tod. Sometimes it's good to take a helping hand and let got, baby, let go!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5924944343421059110-482729870773628541?l=babivo.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://babivo.blogspot.com/feeds/482729870773628541/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5924944343421059110&amp;postID=482729870773628541' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5924944343421059110/posts/default/482729870773628541'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5924944343421059110/posts/default/482729870773628541'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://babivo.blogspot.com/2008/10/let-go-please-baby-let-go.html' title='let go, please baby, let go!'/><author><name>babivo</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08465226990690676978</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SMgqM9SOVgI/AAAAAAAAAA8/t2OIspphtGQ/S220/Foto+469.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SO0k5IrAKEI/AAAAAAAAAFU/tjzKJmCf-xU/s72-c/20080524235635_cast+away.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5924944343421059110.post-1073519148181853259</id><published>2008-09-30T08:34:00.000-07:00</published><updated>2008-11-11T01:53:19.776-08:00</updated><title type='text'>Frauen sind billiger</title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SOVD9dV11TI/AAAAAAAAAE8/-YDnH42GGWU/s1600-h/Hausfrau_1_DW_Polit_376591a.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://2.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SOVD9dV11TI/AAAAAAAAAE8/-YDnH42GGWU/s320/Hausfrau_1_DW_Polit_376591a.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5252679263524869426" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Ich habs gerne ordentlich. Mir ist schon klar, dass man diesen Begriff im Zusammenleben möglichst präzise definieren sollte, weil es sonst schnell zu Missverständnissen kommen kann. Nun, ordentlich heißt nicht, dass man vom Boden essen können muss, dass die Kommoden und Bücherregale immer staubfrei in der Sonne glänzen müssen oder dass am Bett fünf Minuten nach dem Aufstehen eine dieser schrecklichen grosselterlichen Häkeldecken liegen soll. Nein. Ordentlich heißt in meinem Fall, dass ich gerne wieder den Luxus hätte, barfuß nach dem Duschen durch die Wohnung spazieren zu können, ohne dass Zementklumpen zwischen meinen Zehen kleben. Das Leben auf der Baustelle ist hart, unromantisch hart. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der meine hats nichts so mit den Details. Das kommt wohl daher, dass er eher in großen Dimensionen denkt. Wenn es um Pioniergeist geht oder man einen Menschen braucht, der irgendeinen lebensgefährlichen Wahnsinn als erster ausprobiert, ist man bei ihm richtig. Er ist der Meister großer Pläne, großer Entscheidungen und großer Veränderungen. Aber die Krümel nach dem Essen vom Tisch kratzen - nein, das ist das seine nicht. Das ist ihm zu kleinkariert und spießbürgerlich. Wie alle anderen klassischen Haushaltsagenden auch. Aufwischen, Staub unterm Bett raussaugen oder Regaloberflächen zu polieren - das alles kommt für ihn einer Absage an die einstigen Rockheroes und düsteren Legenden seiner Jugend gleich. Oder kann sich einer Nick Cave mit einer Schürze am Boden seines Hausboots kauernd vorstellen, wie er die Stellen zwischen den Fliesen mit der Zahnbürste reinigt?! Nun, ich muss an dieser Stelle sagen, dass ich Nick Cave im Gegenteil zu dem meinen ja nicht so sehr schätze. Ich halte ihn schlicht für einen von der Frauenwelt frustrierten ödipal verstörten narzisstischen Psychopathen erster Güte, den ich mir in noch ganz anderen Posen vorstellen kann, als in der oben erwähnten. Aber das ist ein endloses Streitthema zwischen mir und meinem lieben Freund, das in einem Generationenkonflikt ausarten kann. Ich versteh ja seine Vorliebe für diese Jammerlappen mit pathologischen Tötungsfantasien wie Cave oder Tex Perkins - mein Hassobjekt Nummer Eins - nicht. Muss wirklich an seiner Generation liegen. Wahrscheinlich ist Tschernobyl daran schuld. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Problem an unserer Haushaltsführung ist wahrscheinlich die Tatsache, dass es hier bis vor ein paar Monaten regelmässig eine Putzfrau gab, die alle zwei Wochen kam,  um sich ihren Traum vom Studium zu erfüllen. Als sie sich den dann schlußendlich erfüllen konnte, hat der meinige einfach so weitergelebt, als käme sie noch immer. Die Phantomschmerzen zeigten sich in manifesten in meinem Kreuz und meinen Unterarmen. Ich weiß auch nicht warum ich so eine exotische Vorliebe für Ecken ohne Spinnweben und Tische ohne Staubschicht hege. Ich gebe zu, es muss an der Erziehung liegen oder an den unzähligen Müttern, die ihre Söhne zum königlichen Nichtstun ermuntern, um dann die Töchter als billige Hilfsarbeiterinnen auszunutzen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warum soll es denen schließlich besser ergehen als ihnen selbst? Diese Erklärung ist so stereotyp, dass sie schon wieder peinlich wirkt, aber sie ist leider immer noch wahr. Wohin ich auch sehe in meiner Verwandtschaft und im Freundeskreis, noch immer sind es die Frauen, die sich um Essen, Sauberkeit und Gemütlichkeit im Haushalt kümmern. Sie schleppen die Einkäufe an, auch wenn sie ebenso arbeiten wie ihre Freunde. Sie bereiten das Essen zu, sie wischen, saugen und schütteln die Betten auf. Das ist ein überholtes Bild in der öffentlichen Wahrnehmung, darüber spricht man nicht in der Bobo-Kneipe ums Eck, aber nichtsdestotrotz findet es statt. Natürlich hat sich seit den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts einiges gebessert. Meiner kocht zum Beispiel nicht gerne, aber sehr gut und immer, wenn ich ihn darum ersuche. Er sieht natürlich auch ein, dass es 50/50 geben muss. Doch in der Praxis sieht das so aus, dass er mich dazu ermuntert, alles liegen und stehen zu lassen und mit ihm der Gemütlichkeit zu fröhnen inmitten von staubigen Möbelstücken und Zement-übersäten Böden. Das halte ich wiederum nur ab einem gewissen Müdigkeitsgrad bzw. Alkoholpegel gut aus. Sonst schweift mein Blick umher und bei allem, was ich sehe, schreit der unentspannte perfektionistische Teil in mir: wegräumen, glatt streichen, aufheben, los! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also geht es wohl in erster Linie darum, zu akzeptieren, dass eben nicht alles so perfekt sein kann, wenn man arbeitet, wohnt, schreibt, erfindet, jedes Wochenende auch noch mit dem Sohn patchworkt, etc. Man kann sich nicht einerseits über die unfeminstische Praxis beschweren und auf der anderen Seite bei einem schmutzigen Glas Schweißausbrüche bekommen. Man kann aber auch nicht freiwillig putzen, räumen und polieren, um dem anderen dann Vorwürfe machen zu können. Diese Dreckphobie ist doch nichts anderes als ein anerzogenes Mittel zur Unterdrückung der Frau und das perfide daran ist, anerzogen von der Mutter, nicht etwa von den männlichen Mitgliedern der Familie. Meine liebe Schwester pflegt immer äußerst selbstreflektiert zu bemerken, dass sie wieder in eines der "alten Scheißmuster" gekippt ist, wenn sie manchmal erschöpft vom Aufräumen oder Kochen anruft. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Haken daran ist - und darin sind wir uns einig - dass wir von unserer Mutter, die nicht wirklich berufstätig war, niemals gehört haben, dass sie heute 70 Euro verdient hat, diesen und jenen Deal an Land gezogen hat und jetzt die Füsse hochlagern möchte und ihr Bier haben und zwar Dalli-Dalli. &lt;br /&gt;Dass sie mit sich zufrieden ist, weil sie wie im Falle meiner Schwester ein paar Seiten Diplomarbeit verfasst hat, ich in meinem ein wenig weitergeschrieben hab oder im Fall meiner liebsten Freundin, die es am härtesten hat, einen Tag mit Psychotikern unverletzt überstanden hat. Dieser Sauberkeitsfimmel, dieses vorwurfsvolle "ich habe heute eingekauft, ich habe heute die Schränke geputzt, Schatzi" ist doch auch ein Vorwurf dem Mann gegenüber, der die Jahrhunderte überstanden hat, weil die blitzenden Kommoden der einzige Selbstwert war, den MANN Frauen zugestanden hat und den sie sich selbst erlaubt haben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute Abend war alles anders. Mein lieber Freund  hat stundenlang Werkzeug geschlichtet und geordnet - wir besitzen übrigens mittlerweile ca. 7 Hämmer, 15 Zangen und etliche Wasserwaagen - den Boden gewischt und die Ecken entstaubt. Ich habe mich müde vom Arbeitstag und ein wenig auch vom Leben auf die Couch gelegt und ließ mir von ihm mein Feierabendbier servieren. (Und ich habe es mir nicht nehmen lassen im Sinne der Gleichberechtigung, auch was sexuelle Belästigung betrifft, ihm hie und da beim Vorübergehen einen Klaps auf den Popsch zu geben, während er gerade räumte.) &lt;br /&gt;Ich hoffe sehr, dass genau dieses Frauenbild dasjenige ist, das meine Tochter einst, in ferner Zukunft mit hinaus nimmt in ihr Leben. Und dass neben den vielen Phobien, die sie 100%ig entwickeln wird, keine einzige etwas mit Schmutz zu tun hat.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5924944343421059110-1073519148181853259?l=babivo.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://babivo.blogspot.com/feeds/1073519148181853259/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5924944343421059110&amp;postID=1073519148181853259' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5924944343421059110/posts/default/1073519148181853259'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5924944343421059110/posts/default/1073519148181853259'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://babivo.blogspot.com/2008/09/frauen-sind-billiger.html' title='Frauen sind billiger'/><author><name>babivo</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08465226990690676978</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SMgqM9SOVgI/AAAAAAAAAA8/t2OIspphtGQ/S220/Foto+469.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SOVD9dV11TI/AAAAAAAAAE8/-YDnH42GGWU/s72-c/Hausfrau_1_DW_Polit_376591a.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5924944343421059110.post-2184880134435162282</id><published>2008-09-27T10:42:00.000-07:00</published><updated>2008-11-11T01:57:45.024-08:00</updated><title type='text'>Die Qual der Wahl</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SN597bwDcWI/AAAAAAAAAEs/UuI91olK4j4/s1600-h/Foto+702.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://1.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SN597bwDcWI/AAAAAAAAAEs/UuI91olK4j4/s320/Foto+702.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5250772675575640418" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der meine liegt darnieder, was ihn aber nicht vom Zanken abhält. Morgen ist Wahl und ich dachte eigentlich, dass wir da gleichgeschalten sind, was unser Kreuzerl betrifft. Falsch gedacht! Da blitzt plötzlich die Gemeindebaukindheit deutlich auf, wenn er sich kämpferisch aufsetzt und "Sozialimus jetzt!" fordert. Für mich ist das keine Option, nie gewesen, warum, kann ich schlecht begründen. Ich hab einfach eine tiefe Abneigung gegen die Roten, immer schon gehabt. Ich weiß nicht, ob das an Häupls Wurschtsemmelgesicht liegt, aber irgendwie kommen mir immer dieselben Bilder von verschwitzten, dicken Männern hoch, die raunzen "der Magistrat wird des schon richten", wenn ich an die SPÖ denke. Ich weiß schon, das ist keine qualifizierte politische Äußerung, aber mir liegt das Austreten von Barbara Blaha, eine wirklich fähige Frau, unter der Gusenbauer SPÖ wegen der Studiengebühren-Lüge immer noch im Magen. Und die Rudas hat brav die Klappe gehalten und durfte dafür ins Parlament. Fand ich nicht so gut, das Ganze. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mir fehlt auch einfach die Nähe zur SPÖ. Meine über alles geliebte Uroma, von uns in Ermangelung einer tatsächlichen solchen, "Omi" genannt, war stolzes SPÖ Mitglied mit zweistelliger Mitgliedsnummer. Und ich kann mich noch gut daran erinnern, wie sie mit ihrem Stock gegen den Fernseher losging, weil Alois Mock darin zu sehen war und wild schrie: "So ein Gangster, ein Valott!" Da war sie schon weit über 80 und kaum zu beruhigen. Die Tortenreste, die sie uns regelmässig von Parteitreffen mitbrachte, waren die letzte positive Assoziation mit den Roten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht liegt das daran, dass ich meine Kindheit in Kärnten verbracht habe unter Wagner und der war so braun, dass Haider dagegen trotz seiner Solariumbräune blass aussieht. Aber ich verstehe und respektiere den Zugang meines lieben Freundes zur SPÖ. Vielleicht wähle ich ja grün auch nur aus Gewohnheit. Gerade im diesjährigen Wahlkampf hatte ich permanent das Gefühl, sie wollen gar nicht, dass man sie wählt. Dazu trugen die strangen Spots, in denen Kleinkinder und Frauen plötzlich Vollbärte wuchsen als Zeichen der Solidarität zu VdB, ihr Übriges bei. Und die wenigen Wahlwerber, die mir in grün über den Weg liefen, verteilten entweder äußerst uninspiriert Pflanzensamen für Küchenkräuter, auf die ich allesamt allergisch reagiere oder sie hatten hippe Taschen, hippe Frisuren, hippe Hornbrillen, aber recht wenig  zu sagen. Irgendwie war meine Entscheidung ins Wanken gekommen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also dachte ich mir, ich geh heute Nachmittag zu allen auffindbaren Parteikundgebungen, führe substantielle Gespräche mit den Wahlhelfern und entscheide mich dann. Mein lieber Freund war via Handy mit mir verbunden und wurde von jeder Station mit Liveberichten versorgt. Das erste Fest, das mir unterkam, war die Feier der ÖVP Leopoldstadt im Zweiten. Nicht gerade ein klassischer Battleground für die Schwarzen, denn hier im Stenzel-Nachbarland gibt es traditionell wenig zu holen. Dementsprechend depressiv war dann auch der "Leopoldiherbst". Schon bei der Liveband jagte es mir kalte Schauer über den Rücken. Der Sänger - eine füllige Version von Tony Wegas - wartete mit locker-flockigen Bemerkungen auf wie "auch die Leute, die nicht ÖVP wählen, dürfen gern zuhören". Puh! Es gab Punsch, Liptauerbrote und für jeden ein paar abgezählte Maroni, die in der Hitze nicht ganz so gut schmeckten. Der alte Mann neben mir brachte es auf den Punkt: "Des Trinken schmeckt ma besser als des Essen. Weil Alkohol schmeckt immer." &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich musste  mich nicht lange nach einem Wahlhelfer umsehen, sie schossen praktisch aus dem Boden und aufgrund des regen Publikumsinteresses der Bevölkerung kamen auf jeden Festbesucher locker drei von ihnen. Meiner war 27, Jurist, kurze Haare, Nickelbrille und stellte gleich anfangs fest, die ÖVP sei die einzig richtige Wahl, weil es bei ihr um Leistung ginge, um richtige Leistung. Die Abschaffung der Studiengebühren fand er lächerlich, weil die 300 Euro hätte jeder, die Lehrlingsarbeitslosigkeit komme daher, dass die Kinder (!!) eben nicht arbeiten wollten und kreativen Selbstständigen wie mir, deren soziale Absicherung nicht mal die Verpackung von Gio Hahns Gummibärli wert ist, riet er, sich am Markt zu orientieren und sich notfalls eben "umschulen" zu lassen. Willi Molterer sei ein Pfundskerl, ein lockerer, lustiger Typ und sein irres Starren ein Zeichen der Ernsthaftigkeit. "Er grinst eben nicht dauernd, weil es in Österreich nicht viel zu lachen gibt." Mit der Frage, wieviel denn Frau Molterer wohl zu lachen habe tagein, tagaus, verabschiedete ich mich schnell und fühlte mich in meiner Theorie, dass die JVP ein Auffangbecken für degenerierte Landadelige und Primariensprösse ist, mehr als bestätigt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also weiter mit dem N zur Wittelsbachstrasse, in der heute ein Strassenfest stattfinden sollte, gesponsert von der SPÖ. Von der war dort nicht mehr viel zu sehen und die drei, vier Buden, in denen Volltrunkene Würstel verzehrten - es war immerhin schon kurz vor 15 Uhr - waren auch nicht so einladend, um zu verweilen. Mein lieber Freund riet mir, in die Löwelstrasse zu fahren. Dort müsse noch irgendjemand nüchtern sein und mir Auskunft geben können. Auf dem Weg dorthin stolperte ich über das grüne Zelt bei der Oper. Ich schnappte mir ein Stück Schokolade und fand mich binnen Sekunden in einer Diskussion mit den dort Anwesenden wieder, warum man nicht das LIF wählen sollte. Und mein Gegenüber war genau der Kernpunkt der Kritik an der Ökopartei, der von meinem Freund ebenso wie von vielen anderen immer wieder erwähnt wird. Sie war undefinierten Alters und nur die Septemberwinde haben sie davon abgehalten gleich in Birkenstock zu erscheinen. Langer Rock, geblümte Weste, wirres Haar. Sie sei ein Öko, überzeugt. Und schwupps, hatte sie mich schon mit dem Kleister ihrer Aussteiger-Bio-Jutesack Ideologie überzogen. Nein, nein, nein! Das ist nicht meine Partei. Ich hab kaum Geld für die gentechnisch veränderten Tomaten beim Diskonter und den Kinderarbeits-Orangensaft. Das Bio-Tofu ist ein Luxusartikel, an den ich nicht mal zu denken wage. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dem Himmel sei Dank haben sie ein paar Kollegen sanft zur Seite geschoben und es entwickelte sich dann doch eine recht gute Diskussion über die neuen Selbstständigen und Oppositionspolitik. Das sympathischste daran war ihre unprofessionelle Bereitschaft, jeden Fehler, auf den ich sie sanft hinwies, sofort zuzugeben. Auch die, von denen ich keine Ahnung hatte. Ich hab ja was übrig für Understatement. Sind wir nicht alle Dilletanten? Am Schluss baten sie mich zähneknirschend, ihnen doch diesmal noch zu vertrauen, sie wüssten selbst, es sei nicht einfach. Aber sie würden sich Mühe geben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So unprätentiöse Wahlwerbung hab ich selten erlebt. Aber sie verleiht einem eben auch nicht unbedingt das Gefühl, zu den Gewinnern zu gehören. Wenn man das will, muss man in Österreich rechts wählen, egal unter welchem Label kandidiert wird. Orange, blau, alles is eins. Ich war müde und erschöpft, als hätte ich mich selbst politisch engagiert. Mit schweren Schritten stapfte ich die Kärntner Strasse hinauf, vor meinem inneren Auge die strähnigen Schnittlauchhaare der Grünen Landtagsabgeordneten und das 10000 Euro Lächeln des schmierigen JVPlers. Ich entschied, dass es zu spät war, um der SPÖ noch einen Besuch abzustatten. Ich hatte ohnehin nie vorgehabt, ihnen eine reale Chance zu geben. Mein lieber Freund war nur vom Zuhören hörbar geschwächt und verlangte lautstark nach Essen. Also hab ich uns eine Lage Brötchen gekauft, die wir dann zu Hause angekommen mit Kinderbier hinunter spülten. Die Erkenntnis des heutigen Tages zusammengefasst muss lauten: Politik ist ein mühsames Geschäft und das Schicksal Österreichs macht, wenn schon sonst nix, müde, sehr müde.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5924944343421059110-2184880134435162282?l=babivo.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://babivo.blogspot.com/feeds/2184880134435162282/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5924944343421059110&amp;postID=2184880134435162282' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5924944343421059110/posts/default/2184880134435162282'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5924944343421059110/posts/default/2184880134435162282'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://babivo.blogspot.com/2008/09/die-qual-der-wahl.html' title='Die Qual der Wahl'/><author><name>babivo</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08465226990690676978</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SMgqM9SOVgI/AAAAAAAAAA8/t2OIspphtGQ/S220/Foto+469.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SN597bwDcWI/AAAAAAAAAEs/UuI91olK4j4/s72-c/Foto+702.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5924944343421059110.post-8075006229506460828</id><published>2008-09-26T08:35:00.000-07:00</published><updated>2008-11-11T02:00:45.138-08:00</updated><title type='text'>Die Welt steht still</title><content type='html'>&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SN0LVJ5zlYI/AAAAAAAAAEk/WmhgHpZTHCM/s1600-h/switchalamyblog.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://3.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SN0LVJ5zlYI/AAAAAAAAAEk/WmhgHpZTHCM/s320/switchalamyblog.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5250365198647399810" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Durch die Wohnung zieht der Geruch von Krankheit und angebrannter Hühnersuppe. Mein lieber Freund liegt seit vorgestern im Bett mit einer Kindergrippe, die er - wie der Name schon sagt - vom Kind hat. Er schwitzt und hustet und ist erbärmlich anzusehen, wie er so vor sich hin döst und sich hauptsächlich langweilt. Ich will jetzt nicht herzlos wirken, aber sein Siechtum heißt leider auch gleichzeitig, dass ich mich daran gewöhnen muss, auf einer unfertigen Baustelle zu leben. Die Wand ist endlich verputzt. Das hat er mit letzter Kraft grade noch bewerkstelligt. Dann folgte graziös wie der sterbende Schwan der Zusammenbruch. Ich bin seltsamerweise verschont geblieben, weil mein Immunsystem offenbar anderes mit mir vorhat. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber sonst Stillstand, wohin man auch blickt. Noch immer kleben Betonspuren überall am Boden, die neue Wand wirft unheimliche Schatten auf unser Notlager, weil das neue Lichtkonzept erst nach der Fertigstellung der neuen Räume montiert werden sollte. Und die Therme hat sich endgültig verabschiedet. Kein Warmwasser mehr, keine Heizung. Etwas hat sich doch getan in den letzten 48 Stunden: mein kleiner Neffe Nicholas ist auf die Welt gekommen und hustet angeblich noch immer Fruchtwasser aus seinem kleinen Körper. Die Mutter ist jetzt okay, was ich weiß, obwohl es doch ziemlich arg war, bis das Kind endlich raus wollte. Für mich war das natürlich nur ein Erlebnis aus zweiter Hand, weil wie schon erwähnt meine Welt  still steht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich wollte vorgestern sogar endlich meinen Vorsatz in die Tat umsetzen, mit dem Rauchen aufzuhören. Hab ich dann zwar in Gedanken getan, aber der finale Schritt fehlt wohl noch. Manchmal gibt es einfach diese Phasen, in denen man über nichts Gedankliches hinaus kommt. Wo sich im Innere zwar vieles abspielt, aber einfach nicht an die Obefläche gelangt. Der Brutto-Netto Unterschied im Handeln. Während solcher Tage schreibt man viele Mails, hängt den ganzen Tag auf Facebook herum, reagiert auf Außenreize überaus empfindlich, aber kann die so ausgelösten Empfindungen nicht wirklich versprachlichen. Alles steht einfach, emotionale Inversionswetterlage, wenn nix abzieht aus der Stadt und die Luft dann meist im November in den Straßen Wiens nach Abgasen riecht und der Kopf bei jedem Schritt zieht. Man atmet ein, man atmet aus, hat aber das Gefühl, dass da nix war. Die Zigaretten schmecken nicht und auch der Alkohol fährt nicht so ein, dass man ihn gerne trinken würde. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich glaube mittlerweile nicht mehr, dass es sich an diesen Tagen um depressive Verstimmungen handelt, an denen die Psyche laboriert, auch nicht, dass die permanent empfundene Müdigkeit, die Lethargie, die einen stundenlang ein leeres Glas anstarren lässt, ohne dass man sich aufraffen könnte, um es endlich wegzutragen, zu füllen oder sonstwas damit zu tun, kein gutes Zeichen ist. Ich denke nachdem ich viele solche Phasen durchlaufen habe, immer wieder und wetterunabhängig - sie kommen bei großer Hitze ebenso wie beim verhangenen Septemberhimmel - es handelt sich einfach  um das Stand-By Programm meines Innenlebens. Manchmal, wenn ich 8 Stunden durchgehend jeden Trash ansehe, der im Fernsehen läuft und ich irgendwann erschöpft den roten Knopf an der Fernbedienung drücke, habe ich das Gefühl, dass mein Fernseher seufzt. So als würde er auch froh sein, ins stromfressende Stand-By geschickt zu werden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ebenso machts wahrscheinlich auch der Kopf. Irgendwann will er nicht mehr dieses und jenes überlegen, Einkäufe, neue Projekte, alte Feinde, gute Freunde. Er hat keine Lust mehr auf die eigene verschissene Kindheit, die wahnsinnigen Seiten der Verwandten, die Auswirkungen dessen auf die eigene Liebesfähigkeit, das Wühlen in den bekannten Neurosen. Er möchte sich nicht mehr mit Konfliktparteien auseinandersetzen, nicht mehr ans Heiraten und Kinderkriegen oder an die Karriere, das nichtexistente Eigenheim, Mauern mitten in Zimmern, an unbezahlte Rechnungen und neue Jobs denken. Er mag nimmer und stellt sich stur. Bei ganz Widerständigen schließt er eine kurze Allianz mit dem Körper und beamt sie mit 38,5 ins Bett. Bei weniger störrischen wie mir geht er einfach auf Stillstand. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Antwort darauf ist meistens exzessives DVD-schauen. Alles, was man auf silberne dünne Scheiben pressen kann, wird eingelegt: Raumschiff Enterprise, Mein cooler Onkel Charlie, King of Queens, die Höllentour. Querbeet, Hauptsache die Bilder bewegen sich  und man lacht hie und da. Natürlich kommt dazwischen das schlechte Gewissen durch. Tu was, mach was, aus nix wird nix, denk an Georg Büchner, der war mit 23 schon tot oder an die alte Schulfreundin, die hat eine Eigentumswohnung mit Terrasse. So wird das nix. Dann bin ich drauf und dran, mich aufzuraffen und der aufsteigenden Panik nachzugeben, an den Computer zu eilen, getrieben von Selbstvorwürfen und Ängsten. Doch dann fällt mein Blick auf meinen Freund, den armen Tropf, und das Arsenal an Tropfen und Tees und Tabletten neben ihm und ich zögere. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nein, krank werden will ich nicht und das Unterbewusstsein ist ein Hund und allmächtig. Wenn ich nicht freiwillig Ruhe gebe, dann reicht ein SMS an die Hauptzentrale und ich wache morgen mit Fieber und dickem Hals auf. Dann lieber zurück zu Kirk und Spock und das Leben ein bisschen Adagio angehen. Die beste Freundin dazwischen besuchen, ein Tässchen Tee mit dem lieben Freund schlürfen und wieder zurück auf die Couch zu Doug  und Carrie. Büchner war mit 23 schon tot. Das heißt, eigentlich hab ich ihn schon um 7 Jahre überlebt und das ist doch auch mal keine schlechte Art, die Dinge zu sehen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5924944343421059110-8075006229506460828?l=babivo.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://babivo.blogspot.com/feeds/8075006229506460828/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5924944343421059110&amp;postID=8075006229506460828' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5924944343421059110/posts/default/8075006229506460828'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5924944343421059110/posts/default/8075006229506460828'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://babivo.blogspot.com/2008/09/die-welt-steht-still.html' title='Die Welt steht still'/><author><name>babivo</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08465226990690676978</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SMgqM9SOVgI/AAAAAAAAAA8/t2OIspphtGQ/S220/Foto+469.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SN0LVJ5zlYI/AAAAAAAAAEk/WmhgHpZTHCM/s72-c/switchalamyblog.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5924944343421059110.post-8827738177800051306</id><published>2008-09-23T02:35:00.000-07:00</published><updated>2008-09-23T05:20:26.743-07:00</updated><title type='text'>Strechten</title><content type='html'>&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SNje_-fr9cI/AAAAAAAAAEc/fkvAwVQiHSs/s1600-h/yoga_uebersicht.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://1.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SNje_-fr9cI/AAAAAAAAAEc/fkvAwVQiHSs/s320/yoga_uebersicht.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5249190556389340610" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Gestern sind - wie James T. Kirk sagen würde - meine Triebwerke ausgefallen und ich habe die elementare Erkenntnis gewonnen, dass das Böse in unserer Galaxie die Esoterikfreaks sind samt ihren Ayurvedatees, ihren Bachblütenessenzen und ihren Nobel-Yoga-Matten. Der Ex hat einmal mit einer Freundin Schluß gemacht, weil sie ihm sagte, dass sie die Tiere lieber habe als die Menschen. Jetzt kann ich ihn verstehen, weil ich plötzlich das sadistische, radikal-dogmatische Potential all der Tierfreunde und Shiatsupraktiker sehe. Montags ist immer mein Yogakurs, ein gut gemeintes Geschenk meines Freundes zum 30er. Gute Sache, dachte ich mir, Yoga. Entspannung, Selbstfindung, Meditation. Die liebste Freundin hat mir noch zusätzlich den Mund wässrig gemacht mit ihren Erfahrungen. Sie habe sich selten so entspannt gefühlt und es sei wirklich wunderbar. Sagte sie, die Superlative nicht gerade verschwenderisch verwendet. Also nichts wie hin, hab ich mir gedacht. Den Tip für das Studio hatte ich von meiner Ex-Therapeutin, einer lebhaften Mittvierzigerin, ein bissl ausgezerrt, aber lebensfroh, die gerne zuhört und sich ebenso gern selbst reden hört, deshalb auch "Ex-"...Ich hab irgendwann nicht mehr eingesehen, warum ich meinen kargen Lohn dazu verwenden soll, um mir ihre Eheprobleme anzuhören und mich in der Position wiedergefunden, sie permanent zu bestärken, obwohl - sollte das nicht eigentlich umgekehrt...??? &lt;br /&gt;Vielleicht sollte man doch darauf achten, wer einem was empfiehlt, schoß mir gestern durch den Kopf. Weil die Empfehlung doch immer sehr viel über den Empfehlenden aussagt. Und meine Ex-Therapeutin wirkt mit ihren sehnigen Ärmchen nicht gerade so, als würde sie ein zweites Stück Kuchen bestellen, oder überhaupt ein Stück oder so, als wüsste sie, was Kuchen ist. &lt;br /&gt;Naja. Jedenfalls war ich gestern nicht in meinem Standard-Kurs, sondern in "Basis 1", weil ich in meiner Naivität dachte, Basis bedeutet Anfänger. Kaum den Raum betreten, sollte ich eines besseren belehrt werden. Yogalehrer scheint ein Beruf zu sein, der die unterschiedlichsten Persönlichkeitsstörungen anzieht. Mein gestriger, nennen wir ihn euphemistisch "Lehrer", hat ihn sich ausgesucht, weil es wahrscheinlich zur nächsten Neonazis-Rekrutierungsstelle zu weit war an diesem Morgen. &lt;br /&gt;Schon zu Beginn machte er klar, dass er die sexuellen postraumatischen Belastungsstörungen, die ihm zu schaffen machen, gerne mit uns teilen würde, indem er sie sozusagen an uns weitergibt. &lt;br /&gt;Er hat seine Hose und sein Shirt ausgezogen und war praktisch nackt, nur eine enge abgeschnittene lange Unterhose bekleidete seinen, ich nenne es mal in Ermangelung von wissenschaftlich fundierten Gegenbeweisen "Körper". Das, was er uns da präsentierte, erinnert mich viel mehr an einen Cyborg, den man mit beiger Hautfarbe bemalt hatte. &lt;br /&gt;Unter seiner "Hose" trug er mit Sicherheits nichts. Da baumelte doch einiges in den nächsten 90 Minuten. &lt;br /&gt;Er machte gleich zu Beginn klar, dass die Würde des Menschen antastbar ist, vor allem beim Yoga, indem er uns nach der Reihe abschätzig musterte und Bemerkungen wie "Ein bissl auf die Ernährung schauen würd Dir gut tun" oder "Du bist nicht sehr leicht, da wirst ein paar Übungen aussetzen müssen" von sich gab. Dem einzigen Mann unter uns, einen IT-Spezialisten, der seinen rechten Arm ausgerenkt hatte, machte er gleich mal klar, wer hier das sagen hat, indem er ihn in die zweite Reihe verbannte. Im Folgenden kamen bösartigerweise doch einige Übungen, die den rechten Arm belasten und immer wenn es soweit war, hatte er ein spöttisches Grinsen für den armen Kerl übrig. Schon die ersten Minuten erinnerten eher an Aerobic Stunden mit einem irren Guru als Vorturner. Arme hoch, runter, atmen, atmen, atmen. Offensichtlich hatte er eine Vorliebe für das Wiederholen von Befehlen. So wie US Offiziere im Irak "schießen, schießen, schießen" brüllen, schrie er mit immer lauter werdender Stimme: "höher, höher, höher!". Als die junge Frau hinter mir bei einer Grätsche ihre Beine nicht mehr durchstrecken konnte, stellte er sich hinter sie, rieß an ihren Beinen und brüllte wie ein Wahnsinniger: "stretchen, stretchen, stretchen!". Nach wenigen Minuten hatte sich der Übungssaal im 9ten Bezirk in die strenge Kammer eines SM Cafes verwandelt. Unser "Lehrer" hielt nicht viel von Frauenrechten oder, haha, Feminismus. Frauen sind den Männern nämlich beim Yoga unterlegen, weil sie ihre linke Seite nicht im Griff haben. Also die ganze linke Körperseite, liebe Kolleginnen, ist praktisch funktionslos bei uns.  Männer sind rechts eher schwach, aber, beeilte er sich hinzuzufügen, die bräuchte man bei den Übungen ohnehin nicht. Er hielt auch nichts von neumodischen Dingen wie Deodorants, konnten wir bald feststellen, denn sein Schweißgeruch breitete sich wie ein sanfter Frühlingsregen über uns allen aus. Nur noch getoppt von seinen Gasen, die er regelmässig und recht laut von sich gab. Bald umgab uns ein Nebel aus Schweiß und Fürzen, während wir grätschten, bis uns die Sehnen rissen, während er sich hinter die weniger Glücklichen stellte, an ihren Hinterteilen und Hüften zu zerren begann und uns gute Tips gab wie "ein bisschen weniger Stöckelschuhe tragen, meine Damen, Eitelkeit kostet". Schließlich war der Moment erreicht, in dem wir reif genug für seine philosophische Sicht des Yogas waren. Hechelnd und keuchend lagen wir auf unseren Matten, während er dozierend über uns stieg und ich wartete nur auf den Moment, in dem er sich direkt auf einen von uns stellen würde und ihn unter seinen Hufen zertreten wie ein unwürdiges Insekt. Beim Yoga gehe es ums Weich werden, ums dehnen, der Körper müsse aufgeweicht werden, damit der Geist folgen könne. Wenn wir es nicht im richtigen Rhythmus praktizieren würden, hätte es keinen Sinn. KEINEN SINN! Auf die schüchterne Nachfrage einer Teilnehmerin, ob es denn gar nichts nutzen würde, so fürs Wohlbefinden, wenn man die Übungen im eigenen Tempo macht, schrie er endgültig wahnsinnig los: "Keinen Sinn! Es hat keinen Sinn!" Dabei blitzten seine Augen, seine Zunge hing ihm aus Mund und ich dachte nur panisch: Beim nächsten Anfall gehen wir alle drauf! &lt;br /&gt;Als die Stunde zu Ende war, wollte ich am liebsten vor Ekel und Erschöpfung erbrechen und ich bin mir nicht sicher, ob eine der Kolleginnen es nicht unten vor der Tür getan hat. Ich bin auf die Strasse gewankt, konnte mich kaum aufrecht halten und hatte das Gefühl, ähnlich wie Captain Kirk, dem Bösen ins Gesicht geblickt zu haben. Doch ich tröstete mich schnell durch einen Blick auf eine TV Programmzeitschrift. Solang es noch Menschen wie Barbara Wussow und Albert Fortell gibt, hat der Teufel keine Chance auf Erden. Auch nicht, wenn er sich in einem Yogastudio verschanzt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5924944343421059110-8827738177800051306?l=babivo.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://babivo.blogspot.com/feeds/8827738177800051306/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5924944343421059110&amp;postID=8827738177800051306' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5924944343421059110/posts/default/8827738177800051306'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5924944343421059110/posts/default/8827738177800051306'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://babivo.blogspot.com/2008/09/strechten.html' title='Strechten'/><author><name>babivo</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08465226990690676978</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SMgqM9SOVgI/AAAAAAAAAA8/t2OIspphtGQ/S220/Foto+469.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SNje_-fr9cI/AAAAAAAAAEc/fkvAwVQiHSs/s72-c/yoga_uebersicht.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5924944343421059110.post-8115901359064450715</id><published>2008-09-21T08:01:00.000-07:00</published><updated>2008-09-21T12:08:59.744-07:00</updated><title type='text'>Star Trek und Sonntagskuchen</title><content type='html'>&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SNZh_GkbixI/AAAAAAAAAEE/XOaYEQLro8o/s1600-h/Foto+696.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://4.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SNZh_GkbixI/AAAAAAAAAEE/XOaYEQLro8o/s320/Foto+696.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5248490152469957394" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Manchmal ist es so friedlich, dass man sich beinahe nach einer Katastrophe sehnt. So schön und harmonisch, dass sich der Zweifel, diese fette Qualle, in einem regt und unsicher fragt: War da nicht was? Irgendwo? Steckt hinter dem Lächeln des Anderen nicht blanker Hass? Oder zumindest versteckte Aggression? Warum beobachtet er mich so freundlich dabei wie ich meine Gabel zum Mund führe? Hat er etwas ins Essen getan und wartet nur darauf, dass sich Schaum vor meinem Mund bildet und ich von Krämpfen geschüttelt zu Boden falle? Aber nein, nichts dergleichen. Keine spitzen Bemerkungen, kein Schimmel unter der zuckersüßen Oberfläche. Heute war einfach ein schöner Tag. Der Sohn hat uns besucht und seine neuen Star-Trek Lego Figuren mitgebracht, die er selbst in Feinarbeit bemalt hat. Nach einem ausgiebigen gemeinsamen Frühstück, bei dem wir über die Gruppendynamik unter 13-jährigen wieder einiges dazu gelernt haben, haben wir einen Tag wie aus dem Bilderbuch der guten Laune, der lieben Familie, der netten Freunde verbracht. Wir haben miteinander gelacht, gequatscht und fern gesehen. Viiiiiel fern gesehen. Überhaupt wüssten wir drei ohne unsere gemeinsame DVD-Sucht nicht so viel miteinander anzufangen. Star Trek wechselte sich ab mit Akte X. Dazwischen gabs Mittagessen und der Sohnemann hat uns einen Kuchen gebacken. Das ist sein neues Hobby und er macht jetzt immer drei, vier die Woche. Nach Rezepten wie anno 1950. Halbes Kilo Butter, 6 Eier, Zucker galore. Gut ist das, wenn auch ein Stück praktisch Mittag- und Abendessen ersetzt. Aber egal. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SNZ2SPt2t0I/AAAAAAAAAEU/mOGq6VG3GJo/s1600-h/Foto+698.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://3.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SNZ2SPt2t0I/AAAAAAAAAEU/mOGq6VG3GJo/s320/Foto+698.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5248512471575476034" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist schon seltsam, wie das plötzlich hinhaut. Noch vor ein paar Monaten hatten wir drei so viel Konfliktpotential, dass wir manchmal die Sonntage getrennt voneinander verbracht haben. Damits nicht schon wieder knallt. Damals konnte ich gut gemeinte Plattitüden wie "alles braucht seine Zeit", "die Zeit arbeitet für dich", "wart nur ab, das wird sich alles ändern" nicht mehr hören. Und schon gar nicht glauben. Die Abnabelung des Kleinen vom Vater nach 8 intensiven Jahren schien einfach nicht zu funktionieren. Und die Schuldgefühle des Vaters dafür, dass da jetzt noch jemand ist (ich), dem er Aufmerksamkeit schenken muss taten ihr übriges. Ständig war es ein Problem, mit wem er wann spricht und wieviel Minuten verbringt. Permanent fühlte ich mich benachteiligt, unter strenger Beobachtung des Sohnes, der jeden Schritt von mir in die Nähe seines Vaters argwöhnisch zu betrachten schien. Dazu kam noch die Mutter des Jungen, die es nicht gerne sah, dass da jemand neuer war nach so langer Zeit und die Spielregeln mit definierte. Zwischen all diesen Fronten stand mein lieber Freund und fühlte sich wie aufgeriebener Hartkäse. Wieviele Tage lagen wir nur noch erschöpft vom Diskutieren und Planen, Neustrukturieren und Beraten, wie wir denn jetzt was machen sollten, auf der Couch, unfähig uns wirklich auf uns zu konzentrieren. Diesen Daueranspannungszustand waren wir derartig gewöhnt, dass wir jetzt manchmal richtig ratlos miteinander sind. Wenn man sich in einer Konfliktsituation kennen gelernt hat und es einfach zum Alltag gehörte, Probleme zu lösen, ist man, so seltsam das klingen mag, mit plötzlicher Harmonie total überfordert. Was fangen wir jetzt bloß mit dieser Ruhe, dem Sonntagskuchen und uns beiden an? Die einstigen Kriegsschauplätze ziert eine dünne Grasschicht und wir beide eignen uns nicht so zum Kleingärtnerdasein. Miteinander Händchen halten und Nest bauen, das ist bei anderen ganz schön. In Zeiten des Wahnsinns betont man auch gerne, dass man sich genau danach sehnen würde, dass man nichts lieber hätte, als diesen Zustand des glücklichen Dahindämmerns. Doch wenns dann eintritt, in der Realität?! Hm. Dann ist es doch nicht so prickelnd. So kommt es, dass wir beide uns zwar artig angrinsen und betonen, wie zufrieden wir sind. Aber gleichzeitig die Langeweile in den Augen des Anderen erkennen. Dem Himmel sei Dank meldet sich in diesem Moment seine Mutter. Auf die Frau ist eben in Sachen grenzüberschreitenden Machtgebarden Verlass. Nach dem Telefonat sitzen wir in alter Eintracht beisammen und empören uns über ihre neuesten Attacken. Lebhaft ersinnen wir Rachepläne und feine Spitzen mit der größtmöglichsten Trefferquote. Als wir einen Augenblick verstummen, sehen wir uns plötzlich zufrieden in die Augen. Und stellen in stummer Übereinkunft fest, dass das mit der Friede, Freude, Sonntagskuchen-Sache nix für uns ist. Das alte Feuer ist zurück!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5924944343421059110-8115901359064450715?l=babivo.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://babivo.blogspot.com/feeds/8115901359064450715/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5924944343421059110&amp;postID=8115901359064450715' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5924944343421059110/posts/default/8115901359064450715'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5924944343421059110/posts/default/8115901359064450715'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://babivo.blogspot.com/2008/09/star-trek-und-sonntagskuchen.html' title='Star Trek und Sonntagskuchen'/><author><name>babivo</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08465226990690676978</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SMgqM9SOVgI/AAAAAAAAAA8/t2OIspphtGQ/S220/Foto+469.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SNZh_GkbixI/AAAAAAAAAEE/XOaYEQLro8o/s72-c/Foto+696.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5924944343421059110.post-2885224984019929601</id><published>2008-09-20T13:15:00.000-07:00</published><updated>2008-09-20T13:56:37.550-07:00</updated><title type='text'>Wie ein alter Hund</title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SNVibrroEPI/AAAAAAAAAD0/fIReO-VskAg/s1600-h/Foto+691.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://2.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SNVibrroEPI/AAAAAAAAAD0/fIReO-VskAg/s320/Foto+691.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5248209168491876594" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;"Was laufst mir denn die ganze Zeit hinterher, wie ein alter Hund?!" Wenn die eigene Präsenz derart kommentiert wird, dann weiß man: entweder hat mans tatsächlich übertrieben oder beim Anderen ist etwas im Argen. Nachdem mein lieber Freund schon seit gestern Abend diverse Taktlosigkeiten und Beleidigungen in einer sogar für ihn rekordverdächtigen Dichte von sich gibt, tipp ich doch vorsichtig auf zweiteres. Er hats ja generell nicht so mit den sprichwörtlichen Glacehandschuhen, sondern gehört zu den Menschen, die Wahrheitsliebe ganz gern gleichsetzen mit offener Beleidigung des Gegenübers. Ich danke meinem verwirrten Geist dafür, dass ich mich nicht mehr an alle charmanten Bemerkungen erinnern kann, die er mir von Anfang an mit besten Absichten an den Kopf geworfen  hat. "Ich find fast alles an Dir schön" kommt mir da nur als Einstiegsbemerkung hoch. Den Rest hab ich erfolgreich verdrängt, weil ich mich über Nachschub ja nicht sorgen muss. Der momentane Zustand unserer Wohnung hat ihn seit ein paar Tagen jedoch in einen tobenden Derwisch verwandelt. Bei jeder Kleinigkeit geht er hoch und ich will ihn gar nicht mehr an die Mauer lassen, weil ich auch um meine Schamgrenze fürchte, wenn er dann mal richtig los legt. Überhaupt ist das ein faszinierender Unterschied zwischen den Geschlechtern, der mir während unserer Bauarbeiten immer stärker bewusst wird. Ich habe die letzten Tage damit verbracht, mir jeden einzelnen Muskel meiner Schultern zu zerren, den Nacken zu verrenken und meine Arme unbrauchbar zu machen, um jeden Zentimeter unserer Wand mit dem viel zitierten Vorspritzer zu befeuchten. Hab ich danach etwa stundenlang gejammert und gezetert? Selbst als ich von der Leiter gefallen bin, direkt auf mein armes Knie. Hab ich da laut geschrien und geweint? Nein. Ich habe mich ins Bett verzogen und stumm gelitten. Na gut, hie und da geseufzt vielleicht, aber echt nicht mehr. Wie war das gestern, als der meine die Wand zu verputzen begann? "Scheiße! So ein Dreck! Scheißdreck!" Hallte es durch die Wohnung. Da flogen Spachteln aus Styropor, gefolgt von Spachteln aus Metall, da wurde eine der Leitern weggestossen und durch die nächste ersetzt. Und auch die hätte er sofort umgeschmissen, wenn er nicht gerade drauf gestanden wäre. In diesem Tempo ging es weiter. Beim kleinsten Fehler im Verputz fing er an zu schreien. "Na, des muss gscheit sein! Sonst denk ich mir jedes Mal, wenn ich vorbei geh, des hab ich auch verpfutscht so wie mein ganzes Leben!" Was dieser Vergleich zu bedeuten hat, vor allem, da ich mich doch zumindest seit 16 Monaten als Teil dieses Lebens sehe, wollte ich erst gar nicht überlegen. &lt;br /&gt;Dieser frapante Unterschied in der Verarbeitung von Ärger und Leid hat mich wieder einmal über das alte Stereotyp des weiblichen Masochismus stolpern lassen. Ist es tatsächlich so, dass wir alles erstmal runterschlucken und auch wenn wir uns selbst dabei leid tun, zunächst mal länger nix sagen, still leiden und uns dabei noch wohl fühlen? (Bis man dann irgendwann explodiert, um erst recht das beliebte Label "Hysterie" umgehängt zu bekommen?!?) Sei es wie es ist, aber die wahren Drama-Queens aus meinem Umfeld gehören alle ausnahmslos zum anderen Geschlecht. Ob mein bester Freund, der werte Ex, der große Bruder, mein ältester Freund oder eben der meine - alle sind in ihrer Dramatik und Unbeherrschtheit, in ihrer Bereitschaft, Gerätschaften durch die Luft segeln zu lassen oder aus einer Grippe eine Krebserkrankung im Endstadium zu machen, unübertroffen. Doch warum bekommt man dann als Frau so schnell das Etikett: emotional, übertrieben oder eben hysterisch, wenn doch eigentlich die Männer in diesen Bewerben täglich punkten?! Liegt es daran, dass sie es sich a) nicht eingestehen können oder b) dass sie es einfach wie alle großen Schauspieler nicht mögen, wenn man ihnen die Show stiehlt?! &lt;br /&gt;Ich schwanke zwischen a) und b). Dem meinen kann man in seinem heutigen Furor gar nichts recht machen. Jetzt werkelt er schon seit längerem in der Küche und bei den Geräuschen, die er dabei erzeugt, bin ich mir nicht sicher, ob er nicht gerade all unsere Gläser zerschlägt. Als ich einen Blick in die Küche werfen, steht er über der Lade mit dem Müllsack und putzt wutentbrannt an den Rändern unappetitliche Reste weg. "Irgendwer ist offenbar zu deppat, um den Müllsack zu treffen und schmeißt alles daneben!" schimpft er vor sich hin. Mir ist schon klar, dass wir nur zu zweit diese Wohnung bewohnen. Also, wer da mit "irgendwer" gemeint sein dürfte, liegt auf der Hand. Ich kann mich zwar nicht daran erinnern, jemals mit Essensresten Zielschießen gespielt zu haben, aber ich nehme es resignativ hin. Irgendwie ist mir überhaupt vergangen, zu antworten. Versuche ich, zu kalmieren, wird er erst recht aufbrausend, nach dem Motto: "Dir ist ja alles egal!" Wenn ich ihm allerdings zustimme und ihn in seinem Hass auf die Welt, Leitern und Spachteln, kaputte Kabeln und verrottetem Essen unterstütze, flippt er noch mehr aus. Also entscheide ich mich für die dritte Variante: stumm warten, bis der Sturm vorbei geht. Und trotte hinter ihm her in mein Zimmer. Worauf er sich umdreht und mich anfährt:" Was laufst mir die ganze Zeit nach..." Aber da waren wir bereits. Ach, ich muss dringend mal wieder Alice Schwarzer lesen. Oder mir die Kopfhörer aufsetzen und ganz laut PJ Harvey hören. "I want a pistol! I want a gun!"&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5924944343421059110-2885224984019929601?l=babivo.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://babivo.blogspot.com/feeds/2885224984019929601/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5924944343421059110&amp;postID=2885224984019929601' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5924944343421059110/posts/default/2885224984019929601'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5924944343421059110/posts/default/2885224984019929601'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://babivo.blogspot.com/2008/09/wie-ein-alter-hund.html' title='Wie ein alter Hund'/><author><name>babivo</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08465226990690676978</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SMgqM9SOVgI/AAAAAAAAAA8/t2OIspphtGQ/S220/Foto+469.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SNVibrroEPI/AAAAAAAAAD0/fIReO-VskAg/s72-c/Foto+691.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5924944343421059110.post-9220114751086790855</id><published>2008-09-19T11:10:00.000-07:00</published><updated>2008-09-20T06:59:09.812-07:00</updated><title type='text'>Freunderlwirtschaft</title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SNPzm7YNv3I/AAAAAAAAADk/g64a_OHn8Lc/s1600-h/Foto+687.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://2.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SNPzm7YNv3I/AAAAAAAAADk/g64a_OHn8Lc/s320/Foto+687.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5247805840916594546" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Der Mensch tendiert dazu, das Schöne hinzunehmen und das Unangenehme pausenlos zu erwähnen. Da will ich mich selbst mal gar nicht ausnehmen. Es ist Freitag Nachmittag und ich spitze meine Ohren: nichts. Ich öffne die Küchentür: nichts. Ich bin versucht, mich auf den Küchentisch zu legen und mich dort hin und her zu wälzen, wo sich sonst eine überdimensionale Pokerauflage befindet und vor Wonne laut zu schreien. Weil es heute das erste Mal seit 16 Monaten niemand anderer tut. Keine Teenies, die polternd von einem Zimmer zum nächsten stolpern, keine offene Klotür, kein Okkupation der Küche, frei, endlich frei! Der Chipskoffer steht unbenützt im Eck, die Auflage brav dahinter. Mein Freund konnte sich nach letzter Woche finally dazu überwinden, seinem lieben Sohn klar zu machen, dass unsere Wohnung kein Partykeller im örtlichen Jugendzentrum ist. Jetzt pokert er bei der Mutter, der ich aus vollstem Herzen viel Spaß damit wünsche. Schließlich haben wir fast zwei Jahre durchgehalten. Doch statt ausgelassener Freudentänze in der Wohnung oder nackt auf der Couch auf und ab zu springen, nehmen wir es hin. Vergessen ist der Teenie-Terror der letzten Monate. So schnell stellt man sich um. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SNPzqqs2ahI/AAAAAAAAADs/ZhmFaonXA6g/s1600-h/Foto+686.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://2.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SNPzqqs2ahI/AAAAAAAAADs/ZhmFaonXA6g/s320/Foto+686.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5247805905159219730" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das zweite Wunder des heutigen Tages besteht darin, dass mein lieber Freund bei seinen halsbrecherischen Manövern mit den Kabeln unserer Zimmer keinen tödlichen Stromschlag erlitten hat. Sondern immer noch genügend Kraft in sich hat, um über den Verputz zu lamentieren. Ja Herrschaftszeiten, kann denn einmal irgendso ein Gatsch, den man im Baumarkt angedreht bekommt, einfach an der Wand pappen bleiben?! Ohne sich kapriziös zu geben und tausend verschiedene Hilfsmittel notwendig zu machen?! Wie machen das die Profis? Oder haben die wie in anderen Fällen auch einfach das bessere, das wahre Material zur Verfügung? Mich erinnert das stark an die Shampo-Mafia. Erst wenn man das dreifache beim Profi-Friseur für ein Shampo zahlt, das man dann unter der Theke zugesteckt bekommt, sehen die Haare das erste Mal nicht aus wie ausgelaugte Wildschweinborsten. Und es wird einem erst klar, was für einen Tischlerleim aus der Drogerie man sich sonst in die Haare schmiert. Gilt etwa in der Mörtel- und Verputzindustrie das selbe System? Ist es denkbar, dass man - wenn man  nur genügend Bares auf den Tisch legt - von einem Bauarbeiter den wahren, guten Stoff bekommt? Einen Vorspritzer, der seinem Namen alle Ehre macht? Einen Verputz, der sich praktisch von selbst glättet? Ich habe keinen Einblick in diese dunklen Machenschaften, aber vorstellbar wird es langsam für mich. Je mehr Tage vergehen und je mehr Materialsäcke wir wirkungslos anmischen. Ähnliche Verdächtigungen hege ich ja in Bezug auf Billa, die FPÖ unter den Supermarktketten. All diese abgelaufenen Joghurts, die man dort gutgläubig und zum Bestpreis kauft oder die verschimmelten Tomaten, die sich in jede Tasse einschleichen - reservieren sie die gute, die wirklich genießbare Ware für Stammkunden und Prominenz, irgendwo in einem Hinterzimmer? Geht H.C. auch regelmässig mit angegrauten Rindfleisch nach Hause, oder befinden sich in seinem gelb-roten Sackerl stets nur die wirklich frischesten Milchprodukte und Tiefkühlware, die nicht best before 07 ist? Ich weiß es nicht. Aber ich hätte gute Lust, die Einkauftaschen von Cap, Strache und Co einmal zu inspizieren. Denn die Freunderlwirtschaft ist überall und hat für uns naive Konsumenten nur ein spöttisches Grinsen übrig. Gerade heute war ich dank eines Gutscheines meiner liebsten Freundin bei einer bekannten Modekette shoppen. Ein wunderschönes, aber im Winter untragbares Trägerkleid hing dort. Also frag ich die Verkäuferin, die mich wie alle Verkäuferinnen in Bekleidungsgeschäften ausführlich taxiert, als würde sie von ihrer Größe 32/34 innerlich nach oben bis zu meiner zählen, ob es dazu nicht eine Bluse gäbe oder sonstwas. Wortlos schüttelt sie den Kopf. "So etwas haben wir nicht." Okay. Ich habe verstaden. Vielleicht sind meine schmutzigen Schuhe und meine verstaubte Hose an ihrer Reaktion schuld. Nachdem ich bezahlt habe, fällt mein Blick im Gehen auf dieselbe Verkäuferin, die gerade für eine Kundin im eng anliegenden Hochpreiskostüm verschiedene Blusen aus einem Regal raus sucht. Richtig devot macht sie das. Und was kommt da alles zum Vorschein! Schwarze Blusen, weiße Blusen, schwarz-weiße Blusen, Blusen mit Rüschen und Blusen mit weiten Ärmeln. Ha, denk ich mir. Keine Blusen? Nix, was zu dem Trägerkleid passen würde? Das führen sie nicht?! Die Kundin und die Verkäuferin lächeln sich jovial an. Und wieder kommt mir der Verdacht, dass es überall, weltweit, in allen Sparten und Branchen geheime Clubs gibt, deren Mitglied ich niemals werden kann. Paranoia? Nein! Freunderlwirtschaft! Wo man nur hin sieht!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5924944343421059110-9220114751086790855?l=babivo.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://babivo.blogspot.com/feeds/9220114751086790855/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5924944343421059110&amp;postID=9220114751086790855' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5924944343421059110/posts/default/9220114751086790855'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5924944343421059110/posts/default/9220114751086790855'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://babivo.blogspot.com/2008/09/freunderlwirtschaft.html' title='Freunderlwirtschaft'/><author><name>babivo</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08465226990690676978</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SMgqM9SOVgI/AAAAAAAAAA8/t2OIspphtGQ/S220/Foto+469.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SNPzm7YNv3I/AAAAAAAAADk/g64a_OHn8Lc/s72-c/Foto+687.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5924944343421059110.post-901839543161813285</id><published>2008-09-18T06:10:00.000-07:00</published><updated>2008-09-19T06:31:19.686-07:00</updated><title type='text'>Männer nicht dazu lassen</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SNKjl8xaCAI/AAAAAAAAADc/7WnMcJ4cFus/s1600-h/Foto+677.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://2.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SNKjl8xaCAI/AAAAAAAAADc/7WnMcJ4cFus/s320/Foto+677.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5247436388203890690" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute ist offizieller Ruhe- und Wundenpflege-Tag. Mein Kreuz fühlt sich an, als hätte ich ein riesiges übergewichtiges 30 kg Baby auf meinen  Schultern durch die Stadt getragen. Der linke Arm ist von der Schulter abwärts taub und der rechte wirkt auch ziemlich gelähmt. Also verbringe ich Stunden liegend im Bett, an mich eine Wärmflasche geschnallt  und Kissen links und rechts. Die einzige Position, in der ich mich halbwegs wohl fühle. Daneben laufen im Fernsehen Endloswiderholungen von Serien, bei denen ich mittlerweile alle wichtigen Dialogszenen fehlerfrei mitsprechen kann. &lt;br /&gt;Da unser Bad praktisch nicht funktionstüchtig ist, kommt heute Ali, der Installateur. Handwerker flößen mir persönlich ja meist mehr Respekt ein als hoch dekorierte CEOs irgendwelcher Großfirmen. Beide fahren ungefähr diesselben Automarken, weil ja schon der Handshake mit einem Handwerker einen 50er kostet. Da hören sich die Gemeinsamkeiten auch schon auf. Handwerker sind einfach kompetent. Die Art wie sie ihren Overall tragen, die beeindruckende Größe ihrer Werkzeugkoffer, ihre wissenden Blicke, wenn sie den Schauplatz ihres Tuns inspizieren. Das alles sagt einem zweifellos: ich kann das, ich weiß, was ich tu, ich mach das schon. Es wird zwar sauteuer, aber es wirkt. Ali ist Installateur und wahrscheinlich einer der besten der Welt. Nachdenklich wiegt er seinen Kopf hin und her, nickt, murmelt etwas und legt los. Da bleibt kein Auge trocken, wenn Ali die Badewanne aufschraubt, ihre Gedärme herausreißt und neu miteinander verschraubt und verdichtet. Das hat was von einem Fleischhauer, nur technischer, weil die Poetik des frischen Blutes fehlt. Nachdem ich ihm die Misere der Badewanne und der Therme geschildert hab, stöhnt er wissend und sagt den wahrscheinlich oft wiederholten Satz aller leidgeprüfter Handwerker: "Männer nicht dazu lassen." Das Schlimmste überhaupt an seinem Job wären die männlichen Kunden. Die haben meist den Schaden, den er dann beheben muss, verursacht. Entwickeln dabei aber nicht nur keinerlei Unrechtsbewusstsein, nein, sie stehen knapp neben ihm und kommentieren jeden seiner Handgriffe. "Ja, des wollt ich eh so machen. Genau." Ali schüttelt schaudernd den Kopf. Er versteht seine Geschlechtskollegen nicht. Wenn man Zahnweh hätte, würde man ja auch nicht ein paar Bastelutensilien hervor holen und sich selbst behandeln. Ich nicke folgsam und just in diesem Moment erinnert mich mein rechter vorderer Backenzahn daran, dass ich die Wurzelbehandlung mit Angabe irgendeiner Schülerausrede verschoben habe. Schnell schieb ich den Gedanken wieder weg und gehe Ali zur Hand, der jetzt mit einem Arm unter unserer Badewanne feststeckt. Ächzend und stöhnend holt er eine Handvoll Steine heraus und wirft sie in den Müll. Fassungslos sieht er mich an. "Was haben gemacht?" Hm. Ich erzähle ihm von unseren ambitionierten Bauplänen und dem Vorspritzer. Wieder schüttelt er den Kopf, während er weiteren Schutt aus den Tiefen unserer Wanne birgt. Als er fertig ist, deutet er auf die Therme. Die sei einfach alt und müsste früher oder später erneuert werden. Ich frage ihn, wie teuer das wäre. Er wiegt den Kopf hin und her - offenbar eine Geste, die er mit Vorliebe einsetzt, um Spannung zu erzeugen. 1500 Euro. Mindestens. "So teuer wie ein Kind." Ich verstehe nicht, was er damit meint. Ein Kind in Russland oder in China, eines vom Schwarzmarkt oder so teuer wie die ersten Monate eines Kindes?! Keine Ahunung, aber ich nicke brav. Als er am Gehen ist - die Rechnung kommt per Post, ist auch für die Nerven meines Freundes besser, wenn er sie erst in ein paar Tagen erhält - zeige ich ihm noch stolz unsere Mauer. Ali mustert sie von oben bis unten, sieht sie sich von der Rückseite an und wieder das unentschlossenen Kopfwiegen. "Das haben wir alles selbst gemacht." Sag ich strahlend. "Ich und mein Freund." Ali räuspert sich und murmelt durch den Anblick offenbar in seiner Meinung bestätigt:"Männer nicht dazu lassen."&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5924944343421059110-901839543161813285?l=babivo.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://babivo.blogspot.com/feeds/901839543161813285/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5924944343421059110&amp;postID=901839543161813285' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5924944343421059110/posts/default/901839543161813285'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5924944343421059110/posts/default/901839543161813285'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://babivo.blogspot.com/2008/09/mnner-nicht-dazu-lassen.html' title='Männer nicht dazu lassen'/><author><name>babivo</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08465226990690676978</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SMgqM9SOVgI/AAAAAAAAAA8/t2OIspphtGQ/S220/Foto+469.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SNKjl8xaCAI/AAAAAAAAADc/7WnMcJ4cFus/s72-c/Foto+677.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5924944343421059110.post-4163437555623043870</id><published>2008-09-17T06:58:00.000-07:00</published><updated>2008-09-17T11:44:04.193-07:00</updated><title type='text'>How low can you go?</title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SNElnsNkdPI/AAAAAAAAAC8/10eduo-fzJA/s1600-h/Foto+658.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://2.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SNElnsNkdPI/AAAAAAAAAC8/10eduo-fzJA/s320/Foto+658.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5247016404676539634" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Mein Freund sieht alt aus. Er, der schon mal auf 26 geschätzt worden ist, wirkt heute als hätte er seine 40 schon weit überschritten. Staub klebt auf seinen Haaren, Dreckspritzer verzieren sein Gesicht. Radio Wien läuft im Auto und er singt geistesabwesend jedes Lied mit. Das erste Mal seit 16 Monaten werden mir die 10 Jahre, die uns trennen, schmerzlich und angesichts Spandau Balletts 80er Gequietsche wirklich schmerzlich, bewusst. Ich gewinne auch keinen Schönheitswettbewerb mehr. Duschen, waschen, saubere Kleidung, Fehlanzeige. Dem Himmel sei Dank ist das im Baumarkt Standard und fällt nicht weiter auf. In jedem Gang kommen einem schwitzenden, verstaubte Menschen nahe am Nervenzusammenbruch entgegen. Heute ist der Tag, an dem uns klar wurde, dass es von nun an nur bergauf gehen kann. Die Kieselsteine des Vorspritzers haben unseren Badewannenabfluss völlig blockiert. Der Versuch meines Freundes, sie irgendwie mit einer McGywer würdigen Konstruktion heraus zu saugen, endet mit dem plötlzichen Herztod unseres Staubsaugers. Währenddessen steh ich auf der obersten Sprosse der Leiter und beklecker unsere Wand. Unter mir eine wacklige Konstruktion mit Eimer und Pinsel. Ich bin nicht schwindelfrei muss ich an dieser Stelle sagen und bekomme auch schon mal auf harmlosen Rolltreppen Höhenangst. Tapfer trotze ich dem aufkommenden Panikgefühl, tauche den Pinsel ein, beuge mich etwas zu weit nach rechts und bumm, Knie und Pinsel voraus liege ich am Boden. Hinter mir knallt der Plastikeimer zu Boden, zerbricht beim Aufschlag, kleine Steine und grauer Gatsch verteilt sich wie ein Schüttgemälde auf meinen Haaren, meiner Hose, dem Teppich und dem gräulichen, zerkratzten Ding, das wir mal unseren Boden nannten. Damit nicht genug. Zeitgleich hantiert mein Freund an unserer Therme herum, weil die Heizung nicht funktioniert und schwupps - auch die Warmwasserfunktion verabschiedet sich. Wir haben 12 Uhr und bereits: eine Verletzte (ich), einen kaputten Eimer, einen versauten Boden, eine defekte Therme, eine komplett verstopfte Badewanne, einen beleidigten Staubsauger und keinen einzigen Müllsack mehr, in den man alles der Reihe nach stopfen und entsorgen könnte. Dazu weht durch unsere Fenster ein kühles Lüftlein. Eine Temperatur, an die wir uns besser gewöhnen sollten. Eine Stunde später starren wir uns lauwarmes Hendl in uns hineinstopfend stumm an. Unser Blick ist stumpf, unsere Bewegungen müde und lahm. Reden tun wir ohnehin schon seit Stunden nicht mehr miteinander. Was gäbe es auch zu sagen? "Wie gehts?!"? Abgenagte Hühnerknochen fallen auf die Teller, gefolgt von einem lauten Rülpsen. Der Soundtrack unserer Liebe. Müde schleppe ich mich humpelnd auf die Leiter zurück. Er schlägt in der Zwischenzeit den überstehenden Vorspritzer von der Wand. Dabei hätte ich mir so meinen eigenen Merzbau gewünscht. Irgendwann zieht er sich sein Dress an und geht zum Mittwöchlichen Fussballspiel. Sagt er zumindest. Auf meine leicht panische Frage, wann er denn wieder komme, blickt er mich seltsam entrückt an. Beim Gehen wandert sein Blick über seine verstaubten liebevoll ausgesuchten Designermöbel, die angegatschte graue Wand, seine verdreckte liebevoll ausgesuchte Freundin und er zuckt resignativ mit den Schultern. &lt;br /&gt;Ich weiß nicht, ob er wieder kommt. &lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SNEmIA6AceI/AAAAAAAAADE/9JttokHfoQE/s1600-h/Foto+668.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://4.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SNEmIA6AceI/AAAAAAAAADE/9JttokHfoQE/s320/Foto+668.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5247016959987446242" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5924944343421059110-4163437555623043870?l=babivo.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://babivo.blogspot.com/feeds/4163437555623043870/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5924944343421059110&amp;postID=4163437555623043870' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5924944343421059110/posts/default/4163437555623043870'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5924944343421059110/posts/default/4163437555623043870'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://babivo.blogspot.com/2008/09/how-low-can-you-go.html' title='How low can you go?'/><author><name>babivo</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08465226990690676978</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SMgqM9SOVgI/AAAAAAAAAA8/t2OIspphtGQ/S220/Foto+469.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SNElnsNkdPI/AAAAAAAAAC8/10eduo-fzJA/s72-c/Foto+658.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5924944343421059110.post-8702832422374603768</id><published>2008-09-16T03:18:00.000-07:00</published><updated>2008-09-16T03:59:49.441-07:00</updated><title type='text'>Alone again</title><content type='html'>&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SM-NlwZGF9I/AAAAAAAAACc/FDQAVcPNONU/s1600-h/Foto+655.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://3.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SM-NlwZGF9I/AAAAAAAAACc/FDQAVcPNONU/s320/Foto+655.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5246567770694752210" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Mein lieber Freund musste heute wieder seinem Brotberuf nachgehen. Einer muss ja die Kröten heimbringen und ich denke, er war nicht sehr traurig, den Schauplatz des Vorspritzer-Wahnsinns mal 8 Stunden verlassen zu können. Im Gehen hat er mich Alibi-mässig gefragt, was ich denn heute tun würde. Na, was?! Vorspritzen natürlich, dass es nur so kracht. Weil er ein freundlicher und unrealistischer Mensch ist, hat er mir noch an der Türschwelle zugerufen: "Nein! Du musst doch schreiben! Denk an Dein neues Buch!!" Ha! Machen wir uns doch nix vor. Ich bin 30 und bankrott as can be. Ich seh mich schon gemeinsam mit anderen erwerbsuntätigen Hausfrauen, zwei Kinder in jedem Arm und der neuen Cosmopolitan in den Sonnenuntergang spazieren, die Alimenteüberweisung unserer Ex seelig studierend. Bevor es soweit ist, muss aber die verdammte Mauer fertig werden. Ich bin doch nach der vergangenen Woche ein wenig unmotiviert und uneuphorischer als zuletzt. Verspielt patsch ich mit dem Pinsel das graue Zeug an die Wand. Am Fenster gegenüber raucht die Hauskrankenhilfe der irren Nazifrau ihre erste Zigarette. Wobei ihr Gesichtsausdruck ebenso wie meiner in diesem Augenblick ausdrückt, dass wir uns mit 10 beim "Was will ich einmal werden?!" - Spiel auch irgendwie offensichtlich vertan haben. Wo sind wir beide nur falsch abgebogen? Die Antwort ist eine Ladung Vorspritzer, der vom Pinsel auf meinen Kopf tropft. Toll, dass wir unsere Dusche die nächsten 10 Tage nicht benützen können. Das gibt mir das gewisse Etwas, wenn ich heute Nachmittag zu meiner kostenfreien Beratung für Patchwork-Mütter gehe. Der Staub in meinem Haar verleiht mir eine leicht zerstörte Note frühzeitigen Ergrauens, als käme ich direkt von einem 9/11 Reenactment. Now the second tower is coming down. There are no words. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SM-NqQ8kgBI/AAAAAAAAACk/5c-V72c6vEQ/s1600-h/Foto+6561.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://3.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SM-NqQ8kgBI/AAAAAAAAACk/5c-V72c6vEQ/s320/Foto+6561.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5246567848152956946" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hab die letzten Tage viel Zeit damit verbracht, mir Dokus von Verschwörtungstheoretikern über den 11.September anzusehen. Manche hatten wahnwitzige Theorien. Alles wäre nur ein Medienspektakel gewesen, die Flugzeuge erfunden, die Einschläge am Computer nachbearbeitet und wer weiß, vielleicht stünden die Türme in Wahrheit ja noch und niemand würde es wagen, sie zu fotografieren. Als ich heute morgen die Antenne am Haus quer gegenüber kurz für ein Flugzeug gehalten hab, das tief fliegt, hab ich beschlossen, damit schnellstens aufzuhören. Das geht mir so durch den Kopf, während ich die Leiter um ein paar Zentimeter verschiebe und den nächsten Ziegel vollmatsche. Katastrophen TV, Galltür, die Explosion in Enschede, das ICE Unglück von Eschede, Katrina, Kanye West, Ike. Ach, für ein Bier ist es auch noch zu früh. Obwohl, vielleicht ein Tee mit Rum?! Die Hauskrankenhilfe gegenüber ist bei ihrer nächsten Zigarette angelangt. Wir starren uns wie immer gegenseitig neugierig an. Ich überlege kurz, ob ich ihr winken soll. Lass es dann aber, um die voyeuristische Atmosphäre zwischen uns nicht zu zerstören. Was bleibt uns beiden denn dann noch vom Leben? &lt;br /&gt;Vorspritzen, Voyeurismus und in jedem Fall eine Hand voll Gatsch.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5924944343421059110-8702832422374603768?l=babivo.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://babivo.blogspot.com/feeds/8702832422374603768/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5924944343421059110&amp;postID=8702832422374603768' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5924944343421059110/posts/default/8702832422374603768'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5924944343421059110/posts/default/8702832422374603768'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://babivo.blogspot.com/2008/09/alone-again.html' title='Alone again'/><author><name>babivo</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08465226990690676978</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SMgqM9SOVgI/AAAAAAAAAA8/t2OIspphtGQ/S220/Foto+469.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SM-NlwZGF9I/AAAAAAAAACc/FDQAVcPNONU/s72-c/Foto+655.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5924944343421059110.post-1250031803202881211</id><published>2008-09-15T06:10:00.000-07:00</published><updated>2008-09-16T03:17:14.543-07:00</updated><title type='text'>Rien ne va plus</title><content type='html'>&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SM6RxkbcGJI/AAAAAAAAACM/D9tn9dfx4LE/s1600-h/Vorspritzer.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://3.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SM6RxkbcGJI/AAAAAAAAACM/D9tn9dfx4LE/s320/Vorspritzer.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5246290896711587986" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;FERTIIIG! Hallte es heute durch die Baustelle, die wir Wohnung nennen. Gefolgt von einem tiefen Seufzer und Stöhner. &lt;br /&gt;Ach, was waren wir für unwissenden und unschuldige Kinder in diesem Moment der Freude! Ohne eine Ahnung davon zu haben, was noch alles auf uns zukommen würde. Wir haben uns geküsst und geherzt und uns schon beim Einrichten der neuen Zimmer gesehen. Juhu! Ein triumphierendes Grinsen an all die Unkenrufer, die meinten, wir sollten uns professionelle Hilfe suchen. Ha! Wir nicht! Wir schaffen alles selbst! &lt;br /&gt;Ich wollte am späten Nachmittag meinen Yogakurs besuchen, um meinen inneren Frieden weiter ehrgeizig zu suchen und meinem lieben Freund das "vorspritzen" in aller Ruhe zu überlassen. Was konnte denn da schon schief gehen? Ein bissl Gatsch anrühren  und einfach auf die Wand klatschen. Pah! Ein Kinderspiel! Haben wir gedacht...&lt;br /&gt;Das Unheil begann damit, dass ich meine Straßenbahn versäumt habe und in dem Wissen, dass Buddha seine unpünktlichen Kinder nicht mag, frustriert im Regen zurück nach Hause gestapft bin. Dort war mein Freund schon in argen Nöten. Das komische Zeugs, eine Mischung aus kleinen Steinen und Matsch, blieb nicht an der Wand haften. Egal, wie stark wir es verdünnten oder wie dick wir es machten, nix da. Der Dreck knallte zu zwei Drittel auf unseren Boden, den wir wahrscheinlich im Endeffekt raus reißen können und saute uns alles voll, nur nicht die Wand. Unsere Kleidung, unsere Haare, Boden, Bett, Schuhe, alles ist jetzt lückenlos mit grauem Steinmatsch überzogen, nur die lieben Ziegel blicken spöttisch und jungfräulich weiß auf uns herunter. Mein Freund, nicht gerade ein Meister im Geduld üben, hat irgendwann Spachtel und Co brüllend auf den Boden gezimmert. "Der Schas halt nix!" Ich hab versucht, mich in meiner Kinderich zurück zu versetzen, sozusagen als Yoga-Ersatz-Programm, und den dicken Brei mit den bloßen Händen auf die Mauer geklatscht. Ging ein wenig besser, aber auch nicht richtig. Ein paar Minuten später - wir patschten jetzt beide mit den Händen um die Wette - dann das erlösende "scheiß ma drauf!". Doch während wir noch alle Utensilien von dem Zeugs mit dem unanständigen Namen reinigten und dadurch für alle Zeit unser Waschbecken und die Badewanne verstopften, schlich sich schon die erste Unsicherheit ein, die Laien immer in Bezug auf Wissende haben. Was, wenn ohne Vorspritzer der Rest nicht hält? Der Verkäufer beim OBI hat uns den doch nicht umsonst verkauft. Der weiß doch, was er tut. Wer sind wir zwei Schildbürger, um ihm, dem König der Bauabteilung zu widersprechen?! Zunächst mal im Internet nachschauen. Das weiß schließlich alles. Aber unter "Vorspritzer" kommt nur das Sexteufelchen-Forum...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SM-HiExLGoI/AAAAAAAAACU/ncLUaSlT8ik/s1600-h/Unbekannt.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://1.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SM-HiExLGoI/AAAAAAAAACU/ncLUaSlT8ik/s320/Unbekannt.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5246561110375209602" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also ich ran ans Telefon, weil Frauen sich in solchen Dingen leichter tun, ihre Unwissenheit zuzugeben und erkläre dem Chef, dass ich den Vorspritzer überall hab, nur nicht da, wo er hin sollte (und schwöre mir innerlich, dass ich bei der ersten anzüglichen Bemerkung und sei es nur ein hörbares Grinsen, losschrei). Der Typ fragt in einem Ton, als gehöre das zum Allgemeinwissen der Millionenshow-Kandidaten, ob wir ihn eh mit der Bürste aufgetragen hätten. Die Spachtel in meiner Hand betrachtend sage ich ja. Aber er hält nicht. Genervt erklärt er mir die richtige Zusammensetzung des Matsch. Flüssig müsse er sein. Wie eine Farbe. Ich solle mir die Gebrauchsanleitung an der Rückseite nochmal durchlesen. Sagt er in einem Ton, als hätten wirs nicht gemacht. Haben wir auch nicht. Na gut. Gedemütigt dass es ärger nicht mehr geht, lege ich auf und mische neu. Mein Freund hat mittlerweile alles aufgegeben und will nur noch raus. Aus der Wohnung, aus der Stadt, am besten aus dem Land. Alles so lassen wie es ist und in einem Jahr wiederkommen. Ich versuche es einstweilen nochmal und - tata - es klappt. Nur dass jetzt alles unter Wasser steht. Und bei der zerrissenen Schutzfolie, dem aufgeweichten Packpapier darunter heißt das nix Gutes für unseren Parkettboden. Also alles zusammenkehren, aufwischen, wegreißen, alles von vorne. Gefühlte 50 kg Kieselsteine, NASSE Kieselsteine, in einen Sack räumen. Und den ganzen Packpapier/Folien Schas noch einmal verlegen. Ich bin auch schon etwas überreizt und daher äußerst schwungvoll mit dem Stainleymesser, das zwar klein ist, aber scharf. Und zack - unter meinem Fingernagel ist ein tiefer Schnitt. Wenigstens gerade ist er geworden und passt wunderbar zum Schnitt im Papier. Meine Hände sind voller Matsch und mittendrin verläuft eine schöne rote Spur, ein kleiner Rinnsal, der jetzt auch noch zu Boden tropft. Mein Freund nicht da, ich nicht Tetanus-geimpft, keine Ahnung, was tun, das Badezimmer eine Baustelle, ich in Panik. Das erste, was mir einfällt ist: die Schwester anrufen. Die ist mit einem Ex-Sani zusammen und eine Expertin für Wunden aller Art, seelische wie körperliche. Aber just in dem Moment nicht erreichbar. Also wasch ich mir die Hände, bis sie unter dem Vorspitzzeugs endlich sichtbar werden und klatsch verschwenderische Mengen an Beta-Isadona-Salbe drauf. Darüber die einzigen Pflaster, die wir im Haus haben. Hellblau mit rosa Fischen darauf. Zurück an der Mauer will ich wenigstens den gröbsten Dreck zur Seite räumen, rutsch aus und peng - schon wieder alles über dem Pflaster voller Gatsch. Jetzt reichts. Nochmal das gleiche Prozedere, Seife haben wir keine gscheite, der Ausguss ist verstopft und ich blute wie ein Darsteller einer Nitsch-Orgie. Beim erneuten Verbinden bin ich etwas hektisch, pass nicht auf und spritz mir selbst Jodsalbe ins linke Aug. Währenddessen schreit mein Freund, der wieder da ist und im Zimmer Steine aufsaugt, passenderweise laut "scheiße!" Aus, Schluß, Ende! Nach dem Telefonat mit der Schwester ihrem Freund weiß ich, dass ich zumindest heute Nacht nicht draufgeh. Duschen geht nicht, weil die Badewanne zentimeterhoch mit Schutt vollgestopft ist. Nicht mal Katzenwäsche, weil das Waschbecken streikt. Also verfluche ich meine Drogenphobien, weil ich jetzt echt wegzappen würde, nehme mir ein lauwarmes Bier und setz mich an den einzigen Ort, der nicht voller Staub ist. An meinen Schreibtisch. Bewegungsunfähig, denkunfähig, aufnahmeunfähig. Platt wie eine Flunder. So nah am Nirvana hab ich mich selten gefühlt. Das hätte das Yoga heute auch nicht hin bekommen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5924944343421059110-1250031803202881211?l=babivo.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://babivo.blogspot.com/feeds/1250031803202881211/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5924944343421059110&amp;postID=1250031803202881211' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5924944343421059110/posts/default/1250031803202881211'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5924944343421059110/posts/default/1250031803202881211'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://babivo.blogspot.com/2008/09/rien-ne-va-plus.html' title='Rien ne va plus'/><author><name>babivo</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08465226990690676978</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SMgqM9SOVgI/AAAAAAAAAA8/t2OIspphtGQ/S220/Foto+469.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SM6RxkbcGJI/AAAAAAAAACM/D9tn9dfx4LE/s72-c/Vorspritzer.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5924944343421059110.post-2577738918714638349</id><published>2008-09-14T02:10:00.001-07:00</published><updated>2008-09-14T07:40:05.826-07:00</updated><title type='text'>Neue Perspektiven</title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SMzbRlfJ3aI/AAAAAAAAACE/_9qygSGfHZ4/s1600-h/Foto+654.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://2.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SMzbRlfJ3aI/AAAAAAAAACE/_9qygSGfHZ4/s320/Foto+654.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5245808761146826146" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Hätte ich geahnt, was diese paar aufeinander gepappten Steine an positiver Atmosphäre und neuen Elan mit sich bringen, hätte ich bereits zu unserem ersten Date einen Sack Mörtel mitgebracht. Den hätte man dann ja spielerisch ins Treffen einbauen können und ein Gesprächsthema wäre dadurch auch entstanden. Wie ist die Zusammensetzung des Materials? Warst Du gut in Chemie? Woher stammt er? Mussten Kinder dafür leiden? Könnte man ihn nicht als alternative Energie nutzen? Was sagst Du zum Ölpreis? Und Bush? Wird Al Gore uns in eine besser Welt führen? Und wie gehts Bono damit? Wird er jetzt hoffenlich kein Album mehr machen? Kennst Du irgendwelche Bauarbeiter-Songs? Warum wird dieses Thema nicht endlich von einem der zahllosen Singer-Songwriter aufgegriffen? Und so weiter. Endlos hätte man sich mit dem Sack Mörtel beschäftigen können. Trägst Du ihn mir nach Hause? Zu mir oder zu Dir? Alles wär da drin gewesen in den paar Kilo Sand. &lt;br /&gt;Aber das konnte man ja im Vorfeld nicht wissen. Heute morgen sagt mein lieber verschlafener Freund plötzlich zu mir, dass wir Schlösser in die neuen Türen einbauen müssen. Damit wir sie abschließen können und unsere Sachen in dem Zimmer bunkern können, wenn wir die Wohnung vermieten, um länger ins Ausland zu ziehen. Ich war dermaßen erschüttert von der Tatsache, dass er diese Möglichkeit auch nur erwägt, dass ich fast aus dem Bett gekullert bin. Wir? Weggehen? Ins Ausland? Die Wohnung vermieten? DIESE Wohnung? Mit der er praktisch verwachsen ist? Dazu muss man sagen, dass er die 120m2 Wohnung vor 17 Jahren nicht gerade im jetzigen Zustand übernommen hat. An den Wänden hingen scheußliche Tapeten, der Boden war zugepflastert mit vor sich hin schimmelnden Teppichboden, in der Küche stand ein alter Ofen, der Balkon war mit einem tonnenschweren Eisengitter verrammelt, die Stoffleitungen standen aus der Wand und am Klo war ein Taubennest. Mit Eiern. Keine Heizung und die Fenster und Türen waren in Babykackgelb gestrichen. &lt;br /&gt;Er hat sie aufgrund des billigen Preises trotzdem genommen und ein Jahr seines Lebens rein gesteckt, um die einzelnen Zimmer bewohnbar zu machen. Kaum war das geschehen, wurde er übermütig. Wie es so seine Art ist, sobald was funktioniert. Statt es ruhig zu genießen, noch eins drauf setzen, um zu sehen, was geht. &lt;br /&gt;Zuerst hat er, der praktisch in einem Hasenstall aufgewachsen ist, die Wand, die wir gerade wieder aufbauen eingerissen. Er dachte, er bleibt ewig ein 23-jähriger Single und wollte ein riesen Zimmer mit Platz für seine Platten und Partys, den Rest will ich gar nicht wissen. Aus dem jetzigen Schlafzimmer hat er ein russisches Existenzialistenzimmer gemacht. Ein Teil komplett rot, einer komplett schwarz. Das er dann aber nie genutzt hat. Weil er einfach nicht wusste, was er darin machen sollte. Und weils ihm wahrscheinlich auch ein wenig unheimlich war. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SMzbN5eyXAI/AAAAAAAAAB8/ujzgskMpiLs/s1600-h/Foto+653.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://4.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SMzbN5eyXAI/AAAAAAAAAB8/ujzgskMpiLs/s320/Foto+653.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5245808697794518018" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Auf jeden Fall hängt er an seiner Wohnung. Egal, welche Lebenspartner kamen und gingen, egal, ob er dann doch wenig später ein Kind bekommen hat, sie wurden alle an die Räume angepasst. Nicht umgekehrt. &lt;br /&gt;Das hat mich anfangs am meisten gestresst. Ein Mann, der schon ein Kind hat, ist ohnehin angehängt. Wenn er zwei Wochen pro Monat Alleinerziehend ist sowieso. Wenn er dann noch einen Job hat, bei dem er angestellt ist, sollte er auch hie und da dort erscheinen. Und dann noch diese Wohnung, die eine unverrückbare, unveränderbare Tatsache war. Irgendwie war mein Spielraum von vornherein ziemlich eingeschränkt. Da hieß es auch, anpassen, statt passend zu machen. &lt;br /&gt;Ich bin ja kein großer Second-Hand-Fan. Außer hie und da bei Möbeln, aber sonst kann ich bei meinen Kleidern auf den leicht modrigen Geruch und die Phantasien, wer da schon was darin gemacht hat, verzichten. Ich mag nix aus zweiter Hand. Am liebsten wäre es mir, meine Lebenspartner wären an dem Tag des ersten Kennenlernens gerade erst auf die Welt gekommen. &lt;br /&gt;Der Gedanke, im selben Bett zu schlafen wie andere vor mir, in denselben Zimmer zu wohnen, das war mir zuviel. Deshalb hab ich wie es so MEINE Art ist, sofort damit begonnen, Unruhe zu stiften. Überzeugungsarbeit, permanentes Zulabern und Argumentieren. Ein steter Tropfen höhlt jeden Stein. Daher die Entscheidung, wieder zwei Zimmer aus dem einen Riesending zu machen und mir dadurch ein eigenes zu bauen. &lt;br /&gt;Und jetzt?! Plötzlich sieht er uns gemeinsam monatelang in Italien, Frankreich, wo auch immer es uns hinverschlägt. Ich wage mir gar nicht vorzustellen, welche Bandbreite an neuen Möglichkeiten sich noch eröffnen könnte. Was kommt als nächstes? Werde ich ihn dabei überraschen, wie er die finsteren dunklen Bücherregale doch in einem freundlichen weiß lackiert? Die grellen Küchenstühle endlich weggibt? Den orangen Stuhl im Vorzimmer entsorgt? Seine geliebte R5 Todesmaschine gegen einen neueren, sichereren Wagen eintauscht? Naja. Für alles gibt es Grenzen. &lt;br /&gt;Aber man wird ja noch träumen dürfen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5924944343421059110-2577738918714638349?l=babivo.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://babivo.blogspot.com/feeds/2577738918714638349/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5924944343421059110&amp;postID=2577738918714638349' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5924944343421059110/posts/default/2577738918714638349'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5924944343421059110/posts/default/2577738918714638349'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://babivo.blogspot.com/2008/09/neue-perspektiven.html' title='Neue Perspektiven'/><author><name>babivo</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08465226990690676978</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SMgqM9SOVgI/AAAAAAAAAA8/t2OIspphtGQ/S220/Foto+469.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SMzbRlfJ3aI/AAAAAAAAACE/_9qygSGfHZ4/s72-c/Foto+654.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5924944343421059110.post-3601968527676607089</id><published>2008-09-13T03:36:00.000-07:00</published><updated>2008-09-14T02:38:56.211-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Teenager'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pokerrunde'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Patchwork'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Scheidung'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Schnitzelsemmel'/><title type='text'>Bergfest</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SMvEBBvuDqI/AAAAAAAAABs/OH8sr13oLoY/s1600-h/Foto+644.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://4.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SMvEBBvuDqI/AAAAAAAAABs/OH8sr13oLoY/s320/Foto+644.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5245501712930573986" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Ein müder Hobbymaurer schleppt sich die Stufen der wackeligen Leiter hinauf und stellt in Ermangelung einer Tanne eine meiner Zimmerpalmen auf den fetten Balken über unserer Mauer. Das Ärgste ist geschafft. Während wir - und ich sage stolz WIR, weil ich seit gestern aktiv mitmörtel und verputze - erschöpft auf der Couch liegen und in bester Hacklermanier Schnitzelsemmeln samt Bier in uns hinein stopfen, hallt ohrenbetäubendes Geschrei aus der Küche zu uns herüber. Der Sohn des Hauses hat seine wöchentliche Pokerpartie zu Besuch. Das geht nun schon so seit zwei Jahren, seit einem hab ichs aktiv mitbekommen und ich muss gestehen, die Freitage in unserer Wohnung zählen nicht zu meinen Lieblingstagen. Nach der Schule tauchen da meist 3 bis 4 junge Buben auf. Bevor sie sich in der Küche verziehen, schreien sie wild durcheinander, essen, haben Fragen, deren Antworten sie nicht abwarten, um dann in der Küche weiterhin vier Stunden wild durcheinander zu schreien und eine Müllhalde zu hinterlassen, wenn sie die Wohnung wieder verlassen. Das ganze nennt sich Pokerrunde und nervt gelinde gesagt ordentlich. Männliche Teenager eben und ich bin mir eh nicht sicher, ob ich in dem Alter mit meinen Freundinnen leiser, angenehmer, erträglicher war. Ich kann mich nur an endlose Kicheranfälle erinnern, die von meiner Umgebung auch nicht gerade entspannt aufgenommen wurden. &lt;br /&gt;Was mich jedoch jedes Mal viel mehr beschäftigt als der generelle Pubertätshorror, ist der Alltag der Jungs. Nur zur Erinnerung, da handelt es sich um 13-jährige Buben. &lt;br /&gt;Einer von ihnen hat gestern seinen Schlüssel vergessen und ewig versucht, seine Mutter zu erreichen, weil er eigentlich zum Vater sollte, da aber eben nicht rein kommen würde ohne Schlüssel und der Vater sein Handy abgeschalten hat. Die Mutter war in der Arbeit und nicht sofort erreichbar. Also wusste er einfach nicht wohin. Der andere geht meist ein wenig früher als der Rest, weil er jedes Wochenende einen Zug erwischen muss, der ihn nach eineinahlb Stunden Fahrt Richtung NÖ zum Kaff bringt, in dem sein Vater samt neuer Frau und neuer Famlie jetzt wohnt. Er würde gerne mal nicht hinfahren, hat er letztens erzählt, aber bei seiner Mutter wär es am Wochenende noch schlimmer, die hätte einen neuen Freund, der ebenfalls 3 Töchter mitbrächte und die würd er erst recht nicht aushalten. Auch wenn er den Stiefvater eigentlich mögen würde. Der sei nett und würde mit ihm manchmal zu einem Fussballmatch gehen und sich über den neuen Sohn freuen. Und der Sohn meines Freundes hat durch die Heirat der Mutter ebenfalls einen neuen Bruder dazu bekommen, der 3 Jahre jünger ist als er und in letzter Zeit einfach mitgeschickt wurde von Vater und Stiefmutter, obwohl es ihn einen Dreck interessiert, zu Pokern und er sich stundenlang in unserem Vorzimmer gelangweilt hat. Es gab keine offizielle Anfrage, ob der Kleine mit dürfte, der Sohn meines Freundes war davon auch überrascht und der Vater des 10-jährigen hat ihn sogar mal persönlich bei uns abgeliefert und obwohl ich im Vorzimmer stand, kein Wort zu mir gesagt, die Tür geschlossen und ist einfach abgehaut. Ich war so baff, dass ich meinen Plan, den Herren am Kragen zu packen und  ihn zu fragen, wie er denn so seine Verantwortung dem Kleinen gegenüber definieren würde bzw. ob er ihn immer stumm und desinteressiert irgendwo abliefern würde, ohne sich darum zu scheren, was aus ihm wird, leider nicht in die Tat umsetzen konnte.  &lt;br /&gt;Diese Kinder haben alle eines gemeinsam: sie haben Terminpläne wie Erwachsene, nur dass es dabei nicht um berufliche Meetings oder privates Saufengehen handelt, sondern um ihr alltägliches Leben. Um die Frage, wo und mit wem sie die nächsten 24 Stunden verbringen. Wohin sie ihr Lieblingsbuch mitnehmen sollen, welche Schulsachen sie wo benötigen, von wo sie am nächsten Tag in die Schule fahren müssen, mit wem sie ihr Zimmer teilen, etc. Parallel dazu sind sie eben 13, haben den Stress, den wir alle hatten, in der Schule, mit Freunden, mit Mädchen, mit Lehrern, mit ihrem Körper und so weiter. Ich war in dem Alter ein unglaublicher Eishockeyfan und die Spieltermine und Mannschaft selbst nahmen den größten Teil meiner ohnehin eingeschränkten Aufnahmefähigkeit ein. Ich hätte das nicht gepackt. Ich frag mich manchmal, ob ich das heute schaffen würde, Chaotin die ich bin. Aber was ist die Alternative, wenn eine Beziehung zerbricht und ein Kind oder mehrere involviert sind? Die ÖVP-Pro-Leben-Fraktion, deren Glaubensätze menschenverachtend sagen, zammbleiben selbst wenns in der Klappse endet?! Mein Beziehungspartner kann nur so glücklich sein wie ich es bin. Daraus zu folgern, Kinder können nur so glücklich sein wie ihre Eltern sind liegt auf der Hand. Schließlich kann und soll man nicht die eigene Persönlichkeit samt Bedürfnisse an der Wiege des ersten Kindes abgeben. Wieviele unglückliche, super-neurotische Mütter hat dieses Denken produziert?! Und ein übertriebener Opfer-Wille hat noch lange nix mit Liebe und Zuneigung zu tun, sondern eben nur mit einem anerzogenen Masochismus, der zwangsläufig in die Selbstverleugnung führt. &lt;br /&gt;Also, was tun? Gar kein Kind kriegen, nie, mit niemanden? Sich selbst ignorieren? Lange warten, um sich sicher zu sein?! Profilaktische Paartherapie vom ersten Tag an, damit ja nix passiert?! Nur noch zu Hause arbeiten, damit man niemals einen andersgeschlechtlichen Partner außerhalb der Beziehung zu Gesicht bekommt? Zusammenbleiben, auch wenn man beim täglichen Anblick des anderen regelmässig Brechreiz kriegt?! &lt;br /&gt;Diese Kontrollphantasien schaffen nur eine Pseudo-Sicherheit, die es im Leben nicht gibt. Wahrscheinlich gibt es gar kein Rezept und ob man zusammen bleibt oder nicht, ob man den Erhalt einer traditionelle Familie schafft oder nicht, ist einfach nur Zufall. Vielleicht kann man sich höchstens vornehmen, dass man sich um den anderen ebenso bemüht wie man es gerne umgekehrt hätte. Und ins kalte Wasser springen. Wenns klappt, ist es ein Wunder und da Wunder relativ selten geschehen, sollte man vielleicht die Erwartungen etwas runterschrauben und sich jeden Tag aufs neue denken: mal sehen. Mal sehen, was da kommt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SMvEPaEoDaI/AAAAAAAAAB0/IGLbE_j0Xso/s1600-h/Foto+652.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://3.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SMvEPaEoDaI/AAAAAAAAAB0/IGLbE_j0Xso/s320/Foto+652.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5245501959978880418" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die 13-jährigen Freunde des Kleinen werden weiterhin ihre Schlüssel verlieren, ihre Stiefeltern komisch finden und in ihrem Wochenplan durcheinander kommen. Aber vielleicht ist das immer noch besser, als zu Papa und Mama zu kommen und permanent zu spüren, dass da außer Widerwillen nix mehr ist zwischen den beiden. &lt;br /&gt;Und ich selbst kann nur die unrealistische Hoffnung haben, das dem eigenen Nachwuchs vielleicht zu ersparen. Mal sehen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5924944343421059110-3601968527676607089?l=babivo.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://babivo.blogspot.com/feeds/3601968527676607089/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5924944343421059110&amp;postID=3601968527676607089' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5924944343421059110/posts/default/3601968527676607089'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5924944343421059110/posts/default/3601968527676607089'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://babivo.blogspot.com/2008/09/bergfest.html' title='Bergfest'/><author><name>babivo</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08465226990690676978</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SMgqM9SOVgI/AAAAAAAAAA8/t2OIspphtGQ/S220/Foto+469.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SMvEBBvuDqI/AAAAAAAAABs/OH8sr13oLoY/s72-c/Foto+644.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5924944343421059110.post-5431195919290108587</id><published>2008-09-12T03:02:00.001-07:00</published><updated>2008-09-12T12:49:19.123-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Baumhaus'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Mauer'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Ytong'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Vorspritzer'/><title type='text'>Echte Arbeit</title><content type='html'>&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SMpJ_umdNJI/AAAAAAAAABc/m7-gPEV35rA/s1600-h/Foto+640.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://4.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SMpJ_umdNJI/AAAAAAAAABc/m7-gPEV35rA/s320/Foto+640.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5245086075216278674" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Es fehlt nicht mehr viel und das Ding steht. Endlich. Doch gerade jetzt gehts an Pitzeln und während in den vergangenen Tagen mit großem Selbstbewusstsein gemörtelt, zugeschnitten und gemauert wurde, kommen wie im echten Leben am Schluss plötzlich erste Zweifel auf. Haben wir noch genügend Mörtel? Genügend Y-Tong-Steine? Wie wird das mit dem Verputzen? Und was zur Hölle sind die "Vorspritzer"? (Über die Namensgebung - und die dazugehörigen Assosziationen dieses Materials, das man vor dem eigentlichen Verputz aufträgt, schweige ich an dieser Stelle.) &lt;br /&gt;Es wird demnächst ernst mit Verputzen und ausmalen. Als ich heute morgen ungewöhnlich gut gelaunt anbiete, beim Verputzen zu helfen, trifft mich ein Blick, den ich nur allzu gut kenne. Ich mag ja die Tatsache, dass mein Freund schon Vater ist, weil das in manchen Situationen des Lebens sehr angenehme Dinge mit sich bringt. Das Verantwortungsgefühl ist etwas ausgereifter als bei den meisten Buben, die Fürsorgequalitäten sind auch nicht schlecht und die Toleranz gegenüber Dauerreden oder Aufwecken mitten in der Nacht ob Albträumen ist ausgeprägter als bei den meisten. Danke lieber Sohn an dieser Stelle für die Vorarbeit, die einen doch etwas überdurchschnittlich anstrengenden Menschen wie mich erträglicher scheinen lässt!&lt;br /&gt;Die Momente, in denen ich es nicht so schätze sind jene, in denen er zu vergessen scheint, dass eine doch halbwegs erwachsene Frau vor ihm steht und eben nicht sein Sohn. Wenn seine Stimme gleich ein paar Oktaven höher wird, der Klang süßlicher und er mich ansieht wie ein kleines, doofes Kalb am Hang, das die Gattertür nicht finden kann. "Geh, Schatzi, willst das wirklich tun? Verputzen?" Ich nicke stumm und versuche die aufsteigende Aggression brav wie beim Yoga erlernt wegzuatmen. "Na, aber dann musst es auch wirklich machen, gell?! Das ist nämlich dann echte Arbeit!" Aus! Schluss! Genug! Mit einem lauten Aufschrei frag ich ihn, ob er noch ganz dicht ist. Ich weiß nämlich, was echte Arbeit ist, auch und gerade körperliche. Mein Vater, der in unserer Kindheit eine nie untersuchte Manie für Holzverkleidungen entwickelte und nicht eher ruhte, bis unsere Neubauwohnung innen aussah wie ein norwegisches Blockhaus, war sich nie zu zimperlich, seiner 4-jährigen Tochter einen Schraubenzieher in die Hand zu drücken. Auf eine Schraube zu deuten und zu sagen: "mach!" Als ich 6 Jahre alt war, saß ich mit Vorliebe gleich unter der Kreissäge, an der er auf dem Vorplatz unserer damaligen Almhütte Tag und Nacht hantierte, um Betten zu bauen, Kästen zu schreinern und Wiegen zu tischlern. Ich bekam am Anfang der Ferien eine eigene Dose Leim und hielt dadurch die Klappe bis zum Herbst, Glücklich klebte ich bis dahin alle abfallenden Holzreste, Sägespäne und Leistenstücke zu undefinierten Gesamtkunstwerken zusammen, die am Schluss im traditionellen Lagerfeuer verbrannt wurden. Oder baute nur für mich als solche erkennbare Tische und Betten für mein Stofftier Ali, meinem besten Freund, der einzige, der meine Redeanfälle dauerhaft ertrug.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SMpKeJn0nAI/AAAAAAAAABk/yOQ_ZRmXea8/s1600-h/Unbekannt.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://1.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SMpKeJn0nAI/AAAAAAAAABk/yOQ_ZRmXea8/s320/Unbekannt.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5245086597865839618" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Bruder verzog sich Anfang Juli meist in sein Baumhaus, das für mich tabu war und ward bis September nicht mehr gesehen. Meine jüngere Schwester hat den familieneigenen Handwerksfetisch noch extremer ausgelebt. Als sie gerade mal 13 war, hockte sie eines Tages mit einer Bohrmaschine, die das doppelte ihrer Größe maß, in ihrem Zimmer und werkte vor sich hin. Meine Mutter meinte auf meine vorsichtige Frage, was das Kind denn täte, achselzuckend, ihr wären ihre Steckdosen zu wenig und sie würde sich jetzt ein paar neue verlegen. Die Frage, ob denn wenigstens der Strom ausgeschalten wäre, schien sie wenig zu kratzen. Naja, wo drei Kinder satt werden, werden es schließlich auch zwei. &lt;br /&gt;Diese seltsame Form der Familientradition ging mir durch den Kopf als mich mein lieber Freund heute davon informierte, dass es sich beim gleichmässigen Auftragen von grauem Gatsch um "echte Arbeit" handeln würde. Und ein anderer junger Mann fiel mir ein, der vor ein paar Jahren mit der ihm und vielen anderen eigenen männlichen Handwerker-Arroganz allein ein paar Kästen aufbauen wollte. Natürlich ohne meine Hilfe, denn was kann ich da bitteschön schon beitragen. Seine Sturheit hatte zur Folge, dass beim Aufstellen des ersten Kastens gleich mal die Hinterwand brach und mit ihr er durch direkt auf unseren Boden, verschüttet von einzelnen Brettern, die ihm gefolgt waren. Beim darauf folgenden Lachkrampf musste ich das Haus fluchtartig verlassen, weil er mich sonst wahrscheinlich mit dem Massband erdrosselt hätte. &lt;br /&gt;Die Buben und ihre "echte Arbeit" eben. Vielleicht sollte man ihnen die lassen. Oder wenigstens das Surrogat davon, dass es sich dabei um etwas handelt, das nur sie und wirklich nur sie bewerkstelligen können. Was bleibt ihnen denn sonst noch in einer Welt der Hillarys, Diplomingeneurinnen und künstlicher Befruchtung? Sonst schreitet die innere Verängstigung derartig voran, dass irgendwann gar nix mehr geht. Und da fällt mir jetzt doch wieder die Bezeichung des Materials ein, das man vor dem eigentlichen Verputz aufträgt. Keine Ahnung, warum.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5924944343421059110-5431195919290108587?l=babivo.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://babivo.blogspot.com/feeds/5431195919290108587/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5924944343421059110&amp;postID=5431195919290108587' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5924944343421059110/posts/default/5431195919290108587'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5924944343421059110/posts/default/5431195919290108587'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://babivo.blogspot.com/2008/09/echte-arbeit.html' title='Echte Arbeit'/><author><name>babivo</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08465226990690676978</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SMgqM9SOVgI/AAAAAAAAAA8/t2OIspphtGQ/S220/Foto+469.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SMpJ_umdNJI/AAAAAAAAABc/m7-gPEV35rA/s72-c/Foto+640.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5924944343421059110.post-2042335712878267190</id><published>2008-09-11T04:37:00.000-07:00</published><updated>2008-09-11T12:11:30.803-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Charlie Sheen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Mauer'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Star Trek'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Selbstbestimmung'/><title type='text'>Like father like son</title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SMlV4ZKxL9I/AAAAAAAAABU/fVEFofHLgNI/s1600-h/Foto+639.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://2.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SMlV4ZKxL9I/AAAAAAAAABU/fVEFofHLgNI/s320/Foto+639.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5244817668366741458" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Heute ist also der Sohn eingetroffen und die beiden haben sich zum ältesten "Wenn der Vater mit dem Sohne" - Spiel entschlossen, das sich trotz Generationen an Werkzeug-traumatisierten Männern immer noch hält: gemeinsam handwerken. &lt;br /&gt;Daraufhin gings draußen auf der Baustelle ab. Einträchtiges Gemurmel wechselte sich mit "geh bitte, mach das gscheit oder gar nicht!" - "Ja, dann gar nicht!" Dialogen ab, die nur durch aggressives Hämmern  unterbrochen wurden. &lt;br /&gt;Der meine war der in den Augen des Sohnes völlig übertriebenen Meinung, dass eine Mauer gerade sein soll.  Als es daraufhin eskalierte ("Geh bitte, das is net grad!" "Ma, Papa, jetzt sei nicht so, das passt schon!") hörte man einen Knall als hätte jemand die Spachtel wutentbrannt auf den sowieso mittlerweile völlig ruinierten Parkettboden geknallt und dann nix mehr. Ein paar Minuten später hab ich mich vorsichtig nach draußen gewagt, um den Papa entnervt allein an der Mauer stehen zu sehen. Auf die vorsichtige Frage, wo der Sohnemann denn hin sei, gab er eine kurzes: "In seinem Zimmer, Lego spielen!" von sich. &lt;br /&gt;Ich finde das ja schrullig von dem Kleinen, von den großen echten Steinen auf die kleineren, bunten zu wechseln. &lt;br /&gt;Irgendwie auch eine coole Form von Emanzipation. Die hätts vor einem Jahr vielleicht so klar noch nicht gegeben. Die beiden hatten ja durch die 8 Jahre, in denen mein Freund alleinerziehend war und mit dem großen Kerl durch das 50-50 doch die Hälfte des Jahres allein verbrachte, eine ganz eigene Innigkeit miteinander. Ihr Alltag war wirklich bis ins kleinste Detail aufeinander abgestimmt und sie kommen deshalb bis heute meist praktisch wortlos gut miteinander aus. Das ist für eine Außenstehend oft gar nicht so leicht zu durchschauen. Ist schon mein Freund oft nicht unbedingt das, was man einen Schwätzer nennen würde, trifft das auf den Sohn doppelt zu. So hab ich doch ein paar Monate gebraucht, um ihre Rituale zu decodieren. Sich miteinander den Bauch vollschlagen (und das tun sie gerne und oft in respekteinflössenden Mengen) heißt, "ich bin gern mit dir zusammen" und sich stundenlang stumm Star Trek oder Onkel Charlie DVDs reinziehen "was miteinander unternehmen." Wobei es bei letzterer Serie doch oft recht explizit zugeht, was die sexuellen Anspielungen betrifft und wenn der Jüngere dann schallend loslacht, ist uns nie klar, was er denn wirklich schon versteht bzw. dass wir das besser gar nicht so genau wissen wollen. Dieses enge Band zwischen ihnen war beiden manchmal vielleicht doch etwas zu eng, aber keiner von beiden hatte den Mut, es etwas lockerer zu schnallen aus Angst, dem anderen damit weh zu tun. Auch hier war Distanz oft gleich bedeutend mit Ablehnung statt mit gesunder Selbstbestimmung. Das Ergebnis war, dass der Kleine als ich ihn kennenlernte zwischen zwei Extrempolen hin und her schwankte. Entweder war er der altkluge Freund seines Vaters und glänzte durch unvergessene Bemerkungen wie "Gin Tonic ist der einzige Cocktail, den ich kenn. Den trinkt der Papa gerne, wenn er wieder auf einer seiner Sauftouren ist." Oder er gab sich plötzlich betont kindlich und anlehnungsbedürftig, was auch nicht ganz seinem Alter entsprach. Dann wurde die Trennung der beiden relativ radikal von außen vorgenommen. Die Kindesmutter mochte die Tatsache nicht, dass der Ex-Mann nicht bis ans Lebensende allein und trauernd zu Hause saß, sondern sich neu verliebt hatte, ganz wie ein Kind, das den alten Ball ins Eck wirft, um mit dem neuen zu spielen, ihn aber sofort wieder besitzergreifend an sich reißt, wenn ein anderes Kind ihn schön findet. Na und was dann folgte, lässt einen auch als unbeteiligter Dritter fassungslos zurück, wenn man bedenkt, dass das doch mal zwei Menschen waren, die sich so mochten, dass sie gemeinsam ein Kind in die Welt setzten. Gericht, Drohung, Besuchsrecht, Drohungen, Anwälte und Co. Das bleibt also übrig von einer Familie. (Der nervige Bruder von Onkel Charlie zeigte unlängst auf eine Frau und meinte verliebt: Schön, sexy, lustig, cool. Daraufhin fand Charlie die richtigen Worte: Ehe, Langeweile, Alimente, Tod.)&lt;br /&gt;Jetzt gibts ein streng geregeltes Besuchsrecht und schleichend verschwand die enge, ausschließende Innigkeit der beiden und wurde durch eine distanziertere, aber auch für beide entspanntere Vater-Sohn-Beziehung ersetzt, wo die Rollen auch klarer verteilt sind. Und in dieser ist es total okay, wenn der Sohn den Vater mal allein an seiner blöden Mauer stehen lässt, um seine eigene zu bauen, weil es okay ist, sich abzugrenzen, sich zu emanzipieren und sein eigenes Ding zu machen. Ohne Angst haben zu müssen, dem Anderen damit Schmerzen zuzufügen. Wenn ich meinen lieben Freund darauf hinweise, reagiert er fast immer ein wenig mürrisch, weil für ihn die Distanzierung seines Sohnes von ihm auch neu ist. Aber gleichzeitig ist er auch stolz darauf, dass der Kleine seinen eigenen Weg geht und erleichtert, dass er nicht mehr zu 100% dafür verantwortlich ist. Wenn der Sohn dann seine Schultasche aufschnallt, zum Nachmittagsturnen fährt und danach zur Mutter, ist dann schon immer so ein Moment, wo beide wieder stumm werden und zu Boden schauen und diesmal heißts, dass ihnen der Abschied doch nicht so leicht fällt.  &lt;br /&gt;Als dann aber mein Freund, der im Gegensatz zum Jüngeren ein begeisterter Fussballer ist, ihm nachruft: "na, dann tu schnell laufen beim Fussballspielen und schieß ein Tor!", dreht sich der Sohn um und grinst schon wieder ein wenig schief. "Nein, Papa, sicher nicht!", meint er keck und geht. Und dann lachen beide, weil dann passts auch wieder mit dem Abgrenzen und der Distanz.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5924944343421059110-2042335712878267190?l=babivo.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://babivo.blogspot.com/feeds/2042335712878267190/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5924944343421059110&amp;postID=2042335712878267190' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5924944343421059110/posts/default/2042335712878267190'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5924944343421059110/posts/default/2042335712878267190'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://babivo.blogspot.com/2008/09/like-father-like-son.html' title='Like father like son'/><author><name>babivo</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08465226990690676978</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SMgqM9SOVgI/AAAAAAAAAA8/t2OIspphtGQ/S220/Foto+469.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SMlV4ZKxL9I/AAAAAAAAABU/fVEFofHLgNI/s72-c/Foto+639.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5924944343421059110.post-7409895980979258869</id><published>2008-09-10T10:36:00.000-07:00</published><updated>2008-09-11T10:45:22.622-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Playstation'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Patchwork'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Waffenhändler'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Mauer'/><title type='text'>It grows</title><content type='html'>&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SMgN7rib92I/AAAAAAAAAAw/xur5Sm7JMUI/s1600-h/Foto+632.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://4.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SMgN7rib92I/AAAAAAAAAAw/xur5Sm7JMUI/s320/Foto+632.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5244457085023549282" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Wachsen tut sie, die Mauer und wir immer mehr zusammen, je mehr Steine sich zwischen meinem und dem Zimmer des meinen auftürmen. &lt;br /&gt;Wachsen tut auch mein Neffe im Bauch der Freundin meines Bruders, nur leider weigert er sich, heraus zu kommen, obwohl er früher oder später doch merken sollte, dass er an seine Grenzen stösst. Die Arme stöhnt schon seit Wochen und der Bengel will nicht raus. Naja, muss man positiv sehen, vielleicht wird er ja ein Vollblutgewerkschafter, der keine Grenzen kennt. The sky is the limit. Jedenfalls warten wir alle schon etwas gespannt, wann er denn seine Bubble verlässt. Ihn scheints nicht zu kümmern. &lt;br /&gt;Auch etwas anderes wächst in uns, je näher der morgige Tag rückt. Nämlich die Erwartung, was wohl der Sohn des Hauses zu dem neuen, unverputzten Raumteiler sagen wird. Der ist ja hier aufgewachsen bis seine Eltern, die er liebevoll mit Waffenhändlern vergleicht, zwischen denen er Zeit seines Lebens vermitteln muss, beschlossen haben, dass wohl nix mehr kaputt zu kriegen ist in den vier Wänden und getrennte Wege gegangen sind. Der große Kleine hat trotzdem bis vor nicht allzu langer Zeit jede zweite Woche beim Papa verbracht. Also 50-50 im wörtlichen Sinne. Jetzt ist das ein wenig anders. Aber genaueres verbeiß ich mir. Er hat mit den Waffenhändlern ja nicht ganz unrecht, der spitzfindige Kerl. &lt;br /&gt;Patchwork ist keine leichte Sache, für niemanden. Diese durch äußere Umstände erzwungene Nicht-Beziehung, in die man wirklich reingeschmissen wird ohne Vorwarnung, mit einem relativ langweiligen Stoffflickwerk zu vergleichen, mit dem sich dieselben Menschen die Zeit vertreiben, die Grußkarten basteln, scheint mir nach 16 Monaten gelebte Patchwork-Familien-Realität doch ein wenig - tja - verharmlosend. &lt;br /&gt;Es ist etwas völlig anderes, im Suff einem sehr attraktiven Mann gegenüber zu stehen, der neben den ersten Küssen erwähnt, er habe einen Sohn (und sich dann die nächsten Monate immer genau DARAUF beruft: ich habe es dir ja gesagt!) und dem Alltag mit eben einem solchen Kind samt Kindsvater, in den sich der attraktive Mann dann plötzlich verwandelt.&lt;br /&gt;In meinem Fall war es kein kleiner süßer Putzelwuzz (und an das dachte ich Naivling, als ich "Kind" hörte), sondern ein beinahe 14-jähriger, der einige Zentimeter größer ist als ich und mir genaus ratlos gegenüber stand wie ich ihm. Ich bin grad mal 30, der meine ja doch schon ein wenig sehr älter, und das ist mit Verlaub ein Scheiß-Altersunterschied. Ich bin zu alt, um eine Freundin für den Sohnemann zu sein und viel zu jung, um als Ersatzmutter herzuhalten. Ich bin aber auch zu alt, um mir Dauer-Playstation-Terror gefallen zu lassen, aber dann doch wieder zu jung, um richtig durchzugreifen. Weil ich mich eben ganz gut daran erinnern kann, wie ich mit 13 war und ich war NICHT nett. Er hat anfangs eh nicht so schlecht reagiert, indem er mich einfach konsequent ignoriert hat. Also, wenn ich da war, war ich da und wenn ich was zu seinen Spielen beitragen konnte, gut, wenn nicht, dann auch gut. Irgendwie eine verständliche Schutzhaltung, aber angenehm wars dann trotzdem nicht für mich. Ich hatte wirklich keine Ahnung, was da jetzt werden soll. Soviel Erfahrung hatte ich ja nicht gerade mit pubertierenden Buben. Mein einziger Bruder ist älter als ich, auch irgendwie ein ziemlich skuriler Kerl und da fand ich dann die Parallele zum Sohn, der ebenfalls in kein Schema zu passen scheint. Jetzt rede ich, wenn ich will, er auch und manchmal sprechen wir sogar miteinander. &lt;br /&gt;Ich versuche weniger an seine Bedürnisse zu denken so nach dem Mitleidsschema und er versucht mich weniger zu ignorieren. &lt;br /&gt;Und wenn jetzt die Mauer steht und das riesige privatsphären-feindliche Zimmer dann Geschichte ist, sind auch viele Konfliktherde mit einem Schlag weg. So gesehen wachsen wir wirklich durch die Mauer immer mehr zusammen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5924944343421059110-7409895980979258869?l=babivo.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://babivo.blogspot.com/feeds/7409895980979258869/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5924944343421059110&amp;postID=7409895980979258869' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5924944343421059110/posts/default/7409895980979258869'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5924944343421059110/posts/default/7409895980979258869'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://babivo.blogspot.com/2008/09/it-grows.html' title='It grows'/><author><name>babivo</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08465226990690676978</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SMgqM9SOVgI/AAAAAAAAAA8/t2OIspphtGQ/S220/Foto+469.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SMgN7rib92I/AAAAAAAAAAw/xur5Sm7JMUI/s72-c/Foto+632.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5924944343421059110.post-4040340102393447738</id><published>2008-09-10T01:56:00.001-07:00</published><updated>2008-09-11T10:43:13.186-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Rottweiler'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='SM'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Mauer'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Feng Shui'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Dackel'/><title type='text'>Der erste Einbruch</title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SMeQfPsYb9I/AAAAAAAAAAo/iISWg6IouzI/s1600-h/Foto+631.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://2.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SMeQfPsYb9I/AAAAAAAAAAo/iISWg6IouzI/s320/Foto+631.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5244319157559259090" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Der meine sitzt in der Küche, hält sich stöhnend sein Kreuz und blickt sehnsüchtig aus dem Fenster, als würde es jeden Moment professionelle Maurer regnen. Draußen ist es schön, die letzten schönen Tage, bevor der Herbst in Wien beginnt. Was gleichbedeutend ist mit mind. 6 Monate grauem Himmel in dieser Stadt. Eigentlich sollte man raus gehen, schwimmen, noch einmal in der Sonne sitzen und nix tun. Er hat Urlaub und ich bin selbstständig, was momentan leider heißt, ich habe SEHR SEHR viel Zeit. Aber was muss, das muss. Die letzte Nacht war schon seltsam, weil  unser provisorisches Lager sich genau hinter den aufgetürmten Steinen befindet und ich ja auf Feng Shui scheiß (ebenso wie auf Räucherstäbchen, Salzkristallbrunnen und Traumfänger), aber die Tür beim Einschlafen doch ganz gerne im Auge behalte, überhaupt bei so einem Riesenzimmer. Ich hab wahrscheinlich zu viele Filme gesehen, in denen sich der Auftragskiller des nachts in die Zimmer schleicht, um dann los zu ballern. Kein reizloses Gedankenexperiment in unserem Stockwerk, wo es außer uns noch eine alte, recht herrische Dame gibt, deren neurotischer Dackel Muki bei jedem Schritt im Stiegenhaus in einer Lautstärke zu heulen und jaulen beginnt, die seine Körpergröße wieder wettmacht. Besagte Dame hat ja in unserer Wohnung schon viele junge Frauen kommen und gehen sehen und macht kein Geheimnis daraus, dass in ihren Augen keine gut genug für den netten, freundlichen Herrn Nachbarn war bzw. ist. Für mich hat sie bis dato auch nur überhebliches Schulterzucken übrig und natürlich trifft man gerade die Menschen, denen man die besten Seiten des eigenen Charakters zeigen will, um ihre Vorurteile zu zerstreuen, immer genau dann im Lift oder beim Postkastl, wenn man den anderen unflätigst beschimpft oder ihm mit physischer Gewalt droht. Dass das ja nicht so gemeint war, dass er das auch nicht so versteht, kann man dann unter den strengen, grauen Augen, deren abschätziger Blick mich an meine SM-Mathematik-Lehrerin erinnert, auch schlecht erklären. Daher habe ich beschlossen, das kalte Missfallen unserer Nachbarin meiner Person gegenüber zu akzeptieren. &lt;br /&gt;Aber ihr Hund sollte vielleicht in Zukunft aufpassen und nicht mehr so viel bellen. Bzw. sollte sie wohl generell ein besseres Auge auf den Köter haben. So ein kleiner Hund fällt ja auch leichter wo runter als ein ausgewachsener Rottweiler...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5924944343421059110-4040340102393447738?l=babivo.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://babivo.blogspot.com/feeds/4040340102393447738/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5924944343421059110&amp;postID=4040340102393447738' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5924944343421059110/posts/default/4040340102393447738'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5924944343421059110/posts/default/4040340102393447738'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://babivo.blogspot.com/2008/09/der-erste-einbruch.html' title='Der erste Einbruch'/><author><name>babivo</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08465226990690676978</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SMgqM9SOVgI/AAAAAAAAAA8/t2OIspphtGQ/S220/Foto+469.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SMeQfPsYb9I/AAAAAAAAAAo/iISWg6IouzI/s72-c/Foto+631.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5924944343421059110.post-5204555882341446749</id><published>2008-09-09T14:36:00.000-07:00</published><updated>2008-09-11T10:39:38.407-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Hillary'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Virginia Woolf'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Mauer'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Meinhof'/><title type='text'>A room of One's own</title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SMbz5VUUZCI/AAAAAAAAAAg/rJi12XGavLo/s1600-h/Foto+630.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://2.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SMbz5VUUZCI/AAAAAAAAAAg/rJi12XGavLo/s320/Foto+630.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5244146982419981346" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Frei nach der großartigen Virginia Woolf: a bed of one's own. &lt;br /&gt;Frauen - hat sie in einer Zeit bemerkt, in der sich das weibliche Privatleben praktisch nur in öffentlich begehbaren Zimmern wie Repräsentationsräumen bzw. Schlafzimmer (das einem auch nicht allein gehörte) abspielte - brauchen zuallererst, um sich ihrer Eigenständigkeit bewusst zu werden, ein eigenes Zimmer. Die Meinhof hat das dann während des berühmten Interviews, bei dem sie angestrengt rauchte und erschöpft Antworten gab, während die Zwillinge im Hintergrund am Klavier klimperten, weitergeführt, als sie davon sprach, dass bei Frauen das Privatleben und das öffentliche Leben, das politische Engagement und die Mutterrolle niemals voneinander getrennt werden. Man kann nicht antiautoriäter Politik machen und zu Hause seine Kinder schlagen. Man kann aber auch nicht zu Hause für eine anti-hierarchische Gesellschaft eintreten, ohne das früher oder später auch gesellschaftspolitisch zu tun. Sagte sie sinngemäß. Und hat natürlich recht, wenn dieser Anspruch auch nur für Frauen zu gelten scheint. Gerade politisch. Ich bin ja ein Hillary-Fan, fällt mir da spontan ein. Weil sie einfach für alle Frauen steht, die zu Hause das zerrüttete männliche Ego streicheln, damit der Gatte dann im Prinzip das laut sagt, was sie ihm am Abend zuvor diktiert haben. Hillary hat sicher auch irgendwann auf ein eigenes Bett bestanden. Schon allein im Sinne der Gesundheit. &lt;br /&gt;Ich hab das immer so gehalten, weil ich nicht wollte, dass Zusammenziehen gleichbedeutend mit dem Ende der Beziehung in jeder Hinsicht ist. Zusammen wohnen, essen, ja. Zusammen sein, immer, schlafen, auf die Matratze des anderen bröseln, gemeinsam fernsehen, gemeinsam alles, NEIN. Bitte NEIN! &lt;br /&gt;Das Projekt: wir leben zusammen kann nur funktionieren und nicht im absoluten ich-kenne-deine-schmutzige-Unterwäsche-Desaster enden, wenn jeder eine eigene, möglichst autonome Persönlichkeit bleibt. Und dazu gehört nicht nur eine Mauer. Dazu gehört auch ein eigenes Bett, ein eigener Fernseher, man teilt ja seine i-tunes auch mit niemanden oder verleiht einen der Stöpsel am i-pod dauerhaft, weil mono keinen Spass macht. &lt;br /&gt;Deshalb das eigene Bett, in dem man versinkt, liest, schreibt, was und wann man will, ohne dem anderen Rechenschaft schuldig zu sein. In dem man sich auch gerne selbst lieb haben darf, ohne dem anderen was zu erzählen. &lt;br /&gt;Nähe ist was Wunderschönes, aber Symbiose kann ohne Zwischenstopp in der Autonomie zu etwas werden, wo man am Ende nur noch einen Teil des Tichy-Marilleneisknödels repräsentiert und zwar nicht mal dezidiert die Marmelade oder das Vanilleeis, sondern so ein undefinierter Gatsch zwischendrin. &lt;br /&gt;Und was will man dann noch geben, dem anderen, aber vor allem sich selbst?! Undefinierten Gatsch, der grauslich ausschaut und so schmeckt wie man selbst. Oder der andere.&lt;br /&gt;Daran sollte man denken, wenn man sich selbst oder den anderen wieder einmal dabei erwischt, wie man mit traurigen Kinderkulleraugen ein "hast du mich nicht mehr lieb?!" stammelt, wenn der andere einfach sein Recht auf Selbstbestimmung fordert und eben allein weggehen will, allein fernsehen, allein lesen, allein schlafen. &lt;br /&gt;An den grauslichen Gatsch. &lt;br /&gt;Deshalb bin ich froh und glücklich, dass der meine eine Mauer baut, um aus einem großen, weitläufigen, aber gänzlich unprivaten Zimmer zwei kleinere, eigene Welten zu schaffen, die im besten Sinne manchmal im gegenseitigen Einverständnis zusammenwachsen können. Weil nur da wo Türen sind, kann man sie freiwillig öffnen. &lt;br /&gt;Denk ich mir und schlafe mit seeligem Lächeln in meinem Zimmer auf meinem Bett mit meinem Lieblingsbuch in der Hand ein. Und denk dabei gerne an den anderen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5924944343421059110-5204555882341446749?l=babivo.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://babivo.blogspot.com/feeds/5204555882341446749/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5924944343421059110&amp;postID=5204555882341446749' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5924944343421059110/posts/default/5204555882341446749'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5924944343421059110/posts/default/5204555882341446749'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://babivo.blogspot.com/2008/09/room-of-ones-own.html' title='A room of One&apos;s own'/><author><name>babivo</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08465226990690676978</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SMgqM9SOVgI/AAAAAAAAAA8/t2OIspphtGQ/S220/Foto+469.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SMbz5VUUZCI/AAAAAAAAAAg/rJi12XGavLo/s72-c/Foto+630.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5924944343421059110.post-555067792126301828</id><published>2008-09-09T12:07:00.000-07:00</published><updated>2008-09-09T12:48:03.505-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Mauer'/><title type='text'>First day</title><content type='html'>&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SMbRwCHkf6I/AAAAAAAAAAY/4HcoY-NKXdk/s1600-h/Foto+617.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://1.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SMbRwCHkf6I/AAAAAAAAAAY/4HcoY-NKXdk/s320/Foto+617.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5244109439252070306" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Andere machen gemeinsam Yoga, um im Gleichklang zu atmen, um zusammen zu wachsen. Wir bauen eine Mauer. Und bringen neue Schlösser mit vielen Schlüsseln an. Wie heißts so schön? Die Enge ist der größte Reichtum. Gut, das ist kein Topic, das einen sozialkritisch oder gesellschaftspolitisch vom Hocker haut. Aber man macht halt immer das, zu dem man momentan fähig ist und das ist auch gut so. Die Hättiwari-Fraktion ist in meiner Generation Praktikum ohnehin inflationär vorhanden. Wenn ich nur eine Chance bekäme...fände ich den neuen Jackson Pollock oder...wäre ich der neue Jackson Pollock. Das ist es doch, was die ganzen wandelnden nazisstischen Persönlichkeitsstörungen in Wahrheit denken, während sie Dir ein Bier spendieren und von Ihren Beinahe-Fast-Dann doch nicht-Chancen erzählen. &lt;br /&gt;Nein, sag ich da laut und klar. Es geht um nichts mehr oder weniger, als um eine Mauer. Um die größtmöglichste Abgrenzung, um die größtmöglichste Nähe zu erleben. &lt;br /&gt;Mauern findet man ja überall. Ob man sich beim AMS anstellt und plötzlich nach den Qualen der Adoleszenz und den Akne-Attacken wieder zum unmündigen Kind in Mama-Staats ungemütlicher Schoß wird. Oder sich am Arbeitsmarkt für junge, hoffnungslose Akademiker um einen Job streiten muss, der nicht mal genug einbringt, um die vermauerte Wohnung finanzieren zu können. &lt;br /&gt;Daher JA zur Mauer, JA zu Grenzen, JA zur Autonomie. &lt;br /&gt;Tag eins des Mauerbaus, fast 20 Jahre nach dem Mauerfall, war geprägt von einem Engagement, das man jungen Menschen, die ohne SSRI-Hemmer realtiv bewegungsunfähig sind, gar nicht zutrauen würde. Ein Viertel steht schon  und mein persönlicher Dorian Gray, der Mann, der trotz seiner 40 Jahre jedes Jahr jünger zu werden scheint, hat in die Hände gespuckt, um frei nach Texanischer Cowboy Manier das zu tun, was getan werden muss. Die Vergangenheit einzementiert, um davor und dahinter der Zukunft Platz zu machen. Siehe Bilder. &lt;br /&gt;So wird es in den nächsten Wochen weiter gehen, um gleich profilaktisch jede Hoffnung auf ein MEHR an Sinn und Sinnhaftigkeit zu zerstören. Der 13-jährige Sohn, dessen Lebensziel ein Platz am Tisch der Word Series of Poker ist, wird auch noch auftauchen. Aber dazu später. &lt;br /&gt;Bis jetzt steht mal ein Viertel. Alles andere ist primär. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gruss/ Kuss&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;babivo&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;￼&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5924944343421059110-555067792126301828?l=babivo.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://babivo.blogspot.com/feeds/555067792126301828/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5924944343421059110&amp;postID=555067792126301828' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5924944343421059110/posts/default/555067792126301828'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5924944343421059110/posts/default/555067792126301828'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://babivo.blogspot.com/2008/09/first-day.html' title='First day'/><author><name>babivo</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08465226990690676978</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SMgqM9SOVgI/AAAAAAAAAA8/t2OIspphtGQ/S220/Foto+469.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_cwFIrG62C0c/SMbRwCHkf6I/AAAAAAAAAAY/4HcoY-NKXdk/s72-c/Foto+617.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>3</thr:total></entry></feed>
